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"It is no use crying over spilt milk!" lernten wir in der Schule, und deswegen will ich, obwohl es weiß Gott viel zu sagen gäbe, gar nicht lang darüber lamentieren, dass Blue Danube Radio nicht
mehr existiert. Allerdings muss wenigstens Wolfgang Fischer, dem Pressesprecher des ORF, widersprochen werden, der in der "Presse" vom vergangenen Dienstag verlautbarte, dass Hörer der
eingestellten Sendung "Today at Six" nun zwischen 12 und 14 Uhr "eine intensive Info-Leiste" ebenso international ausgerichtet usw. hören können.
Der offenkundige Einwand ist der, dass der Zeitraum "zwischen 12 und 14 Uhr" rein terminlich nicht für jeden Today-at-Six-Fan machbar ist. Wenn man nun aber versucht, diese Mittags-Informationen zu
hören, dann wird klar, warum ständig von Reizüberflutung in der Informationsgesellschaft gesprochen wird: Während Nachrichten verlesen werden, drängt sich eine Geräuschkulisse aus dem Hintergrund und
macht aus der Info-Leiste FM4-Unterhaltung. Wiewohl meine Hörorgane ihren Dienst zu meiner vollen Zufriedenheit verrichten, verstehe ich umso weniger, je hektischer ich durch die Überlagerung von
Gesprochenem und Geräusch werde. Wenn dann noch dieses an EKG-Signale erinnernde Bleep-bleep, das wohl den Neuigkeitswert der Nachricht und die Rasanz der Nachrichtenübermittlung hörbar machen soll,
die Sprecher stört, möchte man nur mehr abschalten.
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