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Nur wer wagt, gewinnt: Private Equity vor dem Durchbruch?

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Der Markt für Private Equity steckt in Österreich noch in den Kinderschuhen. Dabei könnte diese Finanzierungsform, bei der in erster Linie institutionelle Investoren nicht-börsenotierten Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung stellen, der heimischen Volkswirtschaft kräftige Impulse geben.


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Insbesondere Venture Capital - eine Untergruppe von Private Equity, die sich auf die Gründung, das frühe Wachstum oder die Expansion eines Unternehmens bezieht - schafft nach Ansicht von Experten Arbeitsplätze. Solcherart finanzierte Unternehmen investieren auch intensiver in Forschung und Entwicklung.

Einer, der das Geschäft gut kennt, ist Thomas Lenzinger, Geschäftsführer der Go Equity Invest Holding GmbH, die seit 1993 einer Reihe von Beteiligungsunternehmen Kapital und Know-how zur Verfügung stellt. Derzeit liegen von Go Equity zwei Fonds - APEF und Go Asia - auf.

"Zu uns kommen pro Woche zehn bis fünfzehn Unternehmen, die wir uns ansehen", so Lenzinger in einem Journalistenseminar. Derzeit hat Go Equity unter anderem den Fertighausproduzenten Griffnerhaus, das Medienunternehmen DoRo und die Internet-Firmen Austronaut sowie NetDoktor im Portfolio. Für den Nachfolger des APEF konzentriert sich Go Equity auf die Branchen Telekommunikation, IT, Health-Care, Einzelhandel, Biotechnologie und Medien.

Bei etwa einem Drittel der Unternehmen komme es zu einem erfolgreichen "exit", der im besten Fall ein Börsegang ist, sagte Lenzinger.

Wie Michael Hinderer, Managing Partner von Apax Partners & Co, berichtete, gebe es heute etwa 3.500 Venture Capital-Firmen weltweit. Das Geld kommt in Europa zu 27% von Banken, 24% steuern Pensionsfonds bei. 10% stammen von Unternehmen, 9% von Versicherungen und 8% von Privatinvestoren, wobei dies hauptsächlich große, vermögende Familien seien.