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Nuria Nono-Schönberg

Von Michaela Schlögl

Reflexionen

Wiener Zeitung: Frau Nuria Nono-Schönberg, glauben Sie, dass die von Ihnen kuratierte Ausstellung "Arnold Schönberg - Wer ich bin" Ihrem Vater gerecht wird? Hätte ihm eine solche Personality-Show gefallen? | Nuria Nono-Schönberg: Natürlich kann ich mich nicht in seinen Kopf hineinversetzen. Aber ich glaube schon, dass er das hier gemocht hätte!


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In dieser Ausstellung werden alle Begabungen Arnold Schönbergs präsentiert: natürlich in erster Linie die musikalische, das Komponieren und seine didaktischen Fähigkeiten auf musikalischem Gebiet. Er hat aber auch bemerkenswerte Bilder gemalt, und auch seine verschiedenen handwerklichen Talente, vom Bucheinbinden über die von ihm selbst erfundene Bleistiftspitzmaschine, sind hier nachzuvollziehen. Ist es legitim, alle diese Fertigkeiten so nebeneinander zu präsentieren?

Ich glaube schon! Mein Vater sprach ja auch im Hinblick auf das Komponieren immer von einem Handwerk. Und er war in allem, was er angriff, perfektionistisch. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: In Amerika unterrichtete er eine Schülerklasse, seine englische Aussprache war aber natürlich nicht akzentfrei. Er sagte zu seinen Studenten: "A good taylor always hides his seams". Er wollte sagen: Ein guter Schneider ist immer bemüht, die Nähte zu verstecken. Er sprach aber "seams" so aus, dass die Amerikaner themes verstanden - und sie rätselten, was das heißen sollte: ein guter Schneider sollte immer seine Themen verstecken!?

Ihr Vater galt als sehr ehrgeizig, daher hat ihn so ein kleiner Fauxpas sicherlich geärgert. Er war nicht nur in musikalischen, sondern auch in sprachlichen Dingen von einer erstaunlichen Gründlichkeit. Ich denke nur an das große Wörterbuch Deutsch-Englisch, das hier in der Ausstellung, im nachgebauten Arnold-Schönberg-Arbeitszimmer, aufgeschlagen liegt . . .

Mein Vater hatte im Englischen einen erstaunlich reichen Wortschatz. Aus dem großen Dictionary , das er verwendete, entschied er sich unter vielen Wortbedeutungen dann oft für die, die an allerletzter Stelle stand. Das waren oft Wörter, die im täglichen Sprachgebrauch schon obsolet geworden waren, aber er hielt sie nach genauem Abwägen doch für die richtige Übersetzung. Er war doch von Karl Kraus geschult, der ja der korrekten Wortbedeutung die größte Wichtigkeit zuerkannt hatte. Wenn er mit seinen amerikanischen Studenten gemeinsam Lehrbücher erarbeitet, kam es oft zu Debatten. Die jungen Amerikaner wollten ihn überzeugen, dass seine Übersetzung so nicht möglich wäre, aber mein Vater bestand auf seiner Entscheidung und beharrte: Das ist doch das richtige Wort für das, was ich sagen will! Er war sehr penibel.

Welche Sprache haben Sie zu Hause in Kaliforniern gesprochen, nachdem Sie gemeinsam mit ihren beiden Brüdern nach Amerika emigrieren mussten?

Wir sind als kleine Kinder zweisprachig aufgewachsen, später wurde prinzipiell Englisch gesprochen. Meine Eltern sprachen weiterhin Deutsch miteinander. Als wir in die Schule kamen, wollten sie aber, dass wir nur noch Englisch reden. Ich habe später an der Universität Deutsch studiert. Meine Brüder verstehen alles auf Deutsch, aber sie sprechen diese Sprache nicht so gut, sie waren in der zweisprachigen Phase noch zu jung.

Wurde im amerikanischen Emigrantenhaushalt Arnold Schönbergs eine europäische oder eine amerikanische Kultur gelebt?

Ich glaube, unsere Kultur war amerikanisch. Aber es wurde uns von den Eltern immer gesagt: Ihr seid Kinder europäischer Eltern, ihr müsst in der Schule besser sein. In punkto Intelligenz erwartete man von uns, dass wir den amerikanischen Mitschülern überlegen sein sollten. Die Erziehungsethik unserer Eltern war europäisch. Aber unser Vater hatte immer Angst, dass wir als Außenseiter leiden müssten, dass wir nicht in den Kulturkreis passten und dass man uns das spüren ließe. Er selbst hatte als Außenseiter - als Jude, als Komponist - zu viel gelitten. Es war ihm wichtig, dass seine Söhne als real american boys aufwachsen konnten und keine Diskriminierung zu spüren bekämen.

Mit welchen anderen europäischen Emigranten pflegte die Familie Schönberg gesellschaftlichen Umgang?

Zum Beispiel mit dem Komponisten Ernst Toch. Ich nenne absichtlich einen nicht so prominenten Namen. Alma Mahler und Franz Werfel waren wirkliche Freunde. Meine Mutter und meine Großmutter bereiteten eine Zeit lang jeden Sonntag eine Wiener Jause mit Guglhupf, Kaffee und Brötchen. Alle möglichen Mehlspeisen wurden schon sonntags früh gemeinsam gebacken. Irgendwann wurden wir dann zu einer Art öffentlichem Kaffeehaus, die Leute hielten am Rückweg vom Strand um vier Uhr nachmittags bei uns Einkehr. Diese Gäste haben mit meinem Vater oft nicht einmal gesprochen, sondern es galt die Verabredung: Wir treffen uns bei Schönbergs um vier. Das ging eine paar Jahre lang so, dann haben wir´s eingestellt.

Mit wem verkehrte Ihr Vater?

Am liebsten mit Musikern! Sehr gut befreundet war er mit Adolf Weiss, einem amerikanischen Komponisten und Fagottisten, der mit ihm in Berlin studiert hatte. Aber es war halt kein Weimar in Amerika! Man hat sich getroffen, wenn politische Dinge zu besprechen waren, wenn man etwas für die Juden in Deutschland unternehmen konnte. Wenn es darum ging, Hilfe zu organisieren, kam man zusammen, dann entstanden die berühmten Fotos: Albert Einstein mit Arnold Schönberg und dem Geiger Adolf Koldowsky. Einmal war mein Vater bei Charlie Chaplin. Mein Vater hat sehr viel gearbeitet, hat zehn Stunden in der Woche an der Universität unterrichtet, hat sich auf alle Examen vorbereitet, jeder Schüler bekam individuelle Fragen. Seine freie Zeit nütze er zum Komponieren. Er hat aber auch viel mit uns Kindern unternommen. Wenn der Pianist Eduard Steuermann in Los Angeles war, traf man einander. Aber das Gesellschaftsleben als solches war meinem Vater nicht so wichtig.

Gab es Kontakte zu den Kindern Arnold Schönbergs aus der ersten Ehe mit Frau Mathilde?

Sohn Georg ist in Europa geblieben, er ist nicht nach Amerika emigriert. Die Tochter Trudi hat in New York gelebt. Man hat aber nicht telefoniert, das war damals unglaublich teuer und man musste solche long distance calls ja auch vorher anmelden und stundenlang warten. Man hat Briefe geschrieben, es gab kein E-Mail, kein Fax. Wenn mein Vater seine Noten vervielfältigen wollte, musste man eine Stunde mit dem Auto fahren, um Blaupausen machen zu lassen.

Das bringt uns zum Stichwort Schönberg-Noten. Es gibt jetzt ein neues Projekt, das in die laufende Zehnjahres-Jubiläumsausstellung einfließen soll. Worum geht es dabei?

Wir sind davon ausgegangen, dass es außerhalb des Schönberg-Nachlasses, der ja vor zehn Jahren von der University of Southern California in das Wiener Schönberg-Center im Palais Fanto am Schwarzenbergplatz gekommen ist, auch noch andere Quellen gibt. Jetzt arbeiten wir quasi forensisch und sichern "Spuren".

Es gibt Tonaufnahmen in kommerzieller Absicht und andere, die für Archiv- und Forschungszwecke sehr interessant sind, weil sie quasi Beweischarakter haben. Der aus England stammende Produzent und ehemalige Hornist Anthony G. Morris beschäftigt sich mit speziellen Aufnahmetechnologien; es ist eine Gratwanderung zwischen ökonomischem Überleben und der Verantwortung gegenüber den Künstlern. Wir haben im Center einen hochmodernen Raum für high definition video und ein 14.2/16-Kanal Surround-Sound System.

Produzieren Sie neue Aufnahmen von Schönberg-Werken?

Ja, wir veranstalten Masterclasses. Ich kenne viele Enkel von Künstlern, die mit meinem Vater gearbeitet haben, etwa Walter Levin vom LaSalle-Quartett. Er veranstaltet jedes Jahr Meisterkurse in Basel in einem Studio mit speziellem Raumklang. Wir könnten mit dieser eigens entwickelten Aufnahmetechnik aber auch im Wiener Musikverein mitschneiden und das Aufgenommene dann klangauthentisch wiedergeben.

Soll das Arnold-Schönberg-Center damit neben der Bibliothek und ständigen Ausstellung sowie dem laufenden Veranstaltungsprogramm eine neue, akustische Archivschiene erhalten?

Genau. Wir möchten die Erfahrungen von Künstlern, und auch von alten Menschen, festhalten. Es geht darum, dass sich Künstler in dieser rein kommerziell orientierten Zeit für ein Projekt zur Verfügung stellen, das nicht sofort vermarktet wird, aber vielleicht morgen nicht mehr möglich ist, weil die alten Menschen, die noch etwas erzählen können, dann schon tot sind.

Wer finanziert das?

Ich kenne viele große Künstler, die uns unterstützen. Ich spreche beispielsweise mit Claudio Abbado und mit Maurizio Pollini und bitte sie, dass man uns bei bestimmten Konzerten mit unserer Spezialtechnik mitschneiden lässt, ohne dass wir dafür ein Vermögen zahlen müssen. Es ist ja auch für die ausübenden Künstler eine Ehre, dass diese Tondokumente dann ins Center kommen. Das ist nichts Vergängliches wie eine CD, die verkauft wird, sondern eine Art von Konservierung.

Womit werden Sie beginnen?

Wir werden die Aufnahme von "Pelleas und Melisande" unter der Leitung von Claudio Abbado aufnehmen. Das wird das erste Stück sein, das man hier in der Ausstellung erleben wird können. Auch die Proben werden mitgeschnitten, es ist ja für Studenten und Recherchierende sehr interessant, dass sie hier im Center auch bei Proben quasi live dabei sein können. Es soll eine digitale Schönberg-Musikbibliothek entstehen. Wir möchten auch Tonaufnahmen und Notenmaterial verknüpfen, so dass Sie etwa eingeben können: "Moses und Aron - Takt 120", dann sehen Sie die Partitur und befinden sich gleichzeitig im entsprechenden Probenabschnitt. Es ist uns klar, dass das ein Mammutprojekt ist, aber man muss einmal damit beginnen, nicht nur darüber reden und hoffen, dass jemand anderer beginnt.

Sollen diese neu entstehenden Tonträger später auch verkauft werden?

Eher nicht. Das ist eine andere Schiene. Wir können diese Datenträger aber zum Beispiel an Musikhochschulen einsetzen. Das gilt auch für das technische Equipment, das es hier im Schönberg-Center gibt. Wenn wir solche Studios auch an anderen Orten aufbauen, dann kann das Tonmaterial auch anderswo in dieser speziellen Weise genützt werden.

Möchten Sie damit auch allzu vertraute Hör- und Spielgewohnheiten brechen?

Die Konsumenten haben sich an gewisse Klang-Moden gewöhnt, die die Industrie anbietet. Solche Gewohnheiten und Moden möchten wir brechen. Es kann passieren, dass jemand eine Aufnahme hört, die heute noch so klingt, wie sie vor Jahrzehnten geklungen hat. Wir suchen auch Zeitzeugen, unlängst hat man uns auf einen neunzigjährigen Musiker in einem Heim in Chicago aufmerksam gemacht - der kann vielleicht etwas zur Aufführungspraxis damals beisteuern. Wenn das dann heute jemand hört, sagt er vielleicht: Klingt nicht wie eine CD-Aufnahme. Aber genau das ist der Punkt!

Die Menschen sollen also neu hören lernen?

Auch neu sehen! Schauen Sie, die moderne Technik kann viel, aber nicht alles. Ich versuche zum Beispiel, altes Notenpapier so zu kopieren, dass es aussieht wie das Original. Das ist auch mit den modernsten Kopieren nicht möglich, man erhält entweder die Farbe Weiß oder einen Gelbton. Aber dieses zarte Beige, in dem das Notenpapier damals gehalten war, oder wie es im Laufe der Jahrzehnte nachgedunkelt ist, kriegt man nicht hin! Das gehört aber auch dazu.

Das sind ja schon Historiker-Details! Kehren wir zurück zur Geschichte Ihres Vaters. Glauben Sie, dass er nach dem Krieg nach Österreich zurück wollte?

Er war damals schon krank beziehungsweise sehr schwach. Und er fürchtete, dass es hier immer noch Antisemitismus gäbe, was ja auch stimmte. Als ihn Hans Rosbaud einmal bat, doch wieder nach Europa zu kommen, führte er auch das Wirtschaftliche und ganz praktische Dinge ins Treffen. Wir waren doch eine große Familie mit drei Kindern, meine Großmutter lebte ebenfalls bei uns. In Europa gab es zu dieser Zeit noch Wohnungsnot. Und wir Kinder gingen in Amerika in die Schule. Er wäre sehr gerne nach Darmstadt zur Uraufführung des Tanzes um das Goldene Kalb aus "Moses und Aron" gekommen. Das wäre phantastisch für ihn gewesen, dort junge Komponisten wie Karlheinz Stockhausen zu treffen. Aber das Fliegen war damals noch sehr umständlich, übrigens ist es das nach einer relativ unproblematischen Phase heute ja leider wieder! Schönbergs Ärzte haben ihm damals von einer anstrengenden Interkontinentalreise dringend abgeraten.

Ihr Vater hat sich also sehr für die Avantgarde nach dem Krieg interessiert. Ihr Mann, Luigi Nono, gehörte dieser Avantgarde an. Sie haben als Tochter eines revolutionären Tondichters einen auch politisch aktiven Avantgardisten geheiratet. Die Zeitumstände waren jedoch zu Schönbergs und zu Nonos Zeiten vollkommen verschieden . . .

Mein Mann Luigi Nono kam aus dem Widerstand gegen den Faschismus. Die ganze Generation, die in Italien nach dem Krieg kulturschaffend war, kam aus der Résistance gegen den Nazifaschismus. Das war quasi politische Normalität, links zu sein. Das Besondere an Luigi Nono war, dass er sozialpolitisch und ideologisch links war, aber avantgardistisch komponierte. Das war bei den anderen linken Künstlern nicht ebenso, die waren meist auf Sowjetlinie eingestellt. Nono war davon überzeugt: wer ein neues Gesellschaftsmodell verwirklichen will, muss auch eine neue Musik verwirklichen.

War Italien denn ein besonderer Boden für Avantgarde-Komponisten?

Ja. Denn in Italien konnten sie gleichzeitig KP-Mitglied sein und Zwölftonmusik schreiben. In kommunistischen Ländern war das nicht möglich, weil nicht erlaubt. Der italienische Kommunismus war ganz anders, sehr liberal gegenüber der modernen Kunst. In Mailand gab es in den Siebzigerjahren Konzerte mit zeitgenössischer Musik, da saßen zweitausend Menschen im Publikum - aus allen sozialen Schichten! Heute ist das nicht mehr möglich, aber in den Sechziger- und Siebzigerjahren herrschte eine unglaubliche kulturelle Aufbruchstimmung - auch in der Literatur und im Theater. Das war sehr aufregend.

Auch gefährlich?

Es gab auch viele Streitigkeiten und Schwierigkeiten. Als "Intoleranza" 1961 uraufgeführt wurde, kam ein Zensor aus Rom nach Venedig. Er verbot ganze Zeilen aus dem Textbuch. Bei der Uraufführung im Teatro la Fenice saßen im Publikum Gruppen von jungen Faschisten, die man bezahlt hatte. Sie pfiffen und warfen Stinkbomben auf das Londoner BBC-Orchester, es gab Tumult und Geschrei und die Polizei musste einschreiten. Solche Szenen erlebt man heute nicht mehr. Was immer Sie heute machen, die Leute klatschen. Damals war es vielleicht gefährlich, aber auch aufregend schön! Eine blutjunge Sopranistin aus Los Angeles musste im zweiten Akt ganz alleine auf die Bühne und einen hohen Ton singen. Alle beruhigten sie in der Pause und meinten, die Ruhestörer seien schon hinausgeschmissen worden. Sie aber entgegnete seelenruhig: "I´ll kill them with my voice". Und das hat sie getan! Als der Chor am Schluss Maderna und Nono auf den Schultern hin-ausgetragen hat, und also der Applaus und das Pfeifen losgingen, war wirklich etwas los! Heute spielt man gegen eine Gummiwand.

Ist das ein Zeitphänomen, dass man heute nichts mehr bewegen kann?

Leider. Es gab ja früher nicht nur Skandale, sondern auch triumphale Erfolge. Lesen Sie nur die Briefe, die mein Vater nach der Uraufführung der "Gurrelieder" erhielt. Es war ein enormer Erfolg. Es sind hier in der Ausstellung viele Programmzettel von Aufführungen Schönbergs zu sehen, sodass man versteht: Meines Vaters Werk ist überall gespielt worden, in Europa, in Nord- und Südamerika. Er war erfolgreich! Auch das ist Schönbergsche Authentizität!

Nuria Nono-Schönberg wurde 1932 in Barcelona geboren, als ihr Vater, Arnold Schönberg, bereits die Flucht vor dem Antisemitismus nach Amerika plante. Die Familie flüchtete im Mai 1933 von Berlin nach Paris und reiste nach einem Sommeraufenthalt im französischen Arcachon nach New York. Im September 1934 übersiedelte die Familie nach Hollywood, im April 1941 erhielten Nuria und ihre Eltern die amerikanische Staatsbürgerschaft. Als Arnold Schönberg starb, war Nuria 19 Jahre alt.

1955 heiratete Nuria den italienischen Komponisten Luigi Nono. Sie hatte bereits während ihrer Studienzeit an der University of California in Los Angeles unter Aufsicht ihres Vaters an einer englischen Übersetzung seiner "Gurrelieder" gearbeitet. Nach dem Tod ihrer Mutter, Gertrud Schönberg, betreute Nuria gemeinsam mit ihren beiden Brüdern den Nachlass ihrer Eltern, der 1973 dem Arnold Schoenberg Institute der University of Southern California übergeben wurde und 1997 in das neu gegründete Arnold Schönberg Center nach Wien übersiedelte. Nach dem Tod Luigi Nonos etablierte Nuria 1993 außerdem das Archivio Luigi Nono in Venedig. 1992 gab sie eine große dokumentarische Biographie über ihren Vater heraus: "Arnold Schönberg 1874 - 1951: Eine Lebensgeschichte in Begegnungen".

Die von Nuria Nono-Schönberg kuratierte (Multimedia-)Ausstellung "Arnold Schönberg - Wer ich bin" ist bis 22. August 2008 im Wiener Arnold Schönberg Center zu sehen.

www.schoenberg.at