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Alexander Pointner könnte besorgt sein. Denn in den beiden deutschen Springern Severin Freund und Richard Freitag sind den Schützlingen des österreichischen Skisprung-Nationaltrainers neue Konkurrenten erwachsen. Pointner sagt aber: "Das ist nicht nur für die Tournee wichtig, sondern überhaupt für den ganzen Skisprungzirkus. Spitzensport und Wirtschaft hängen zusammen, da ist Deutschland ganz wichtig." Damit hat er völlig recht und legitimiert auch den Know-how-Export, den der ÖSV damit betrieben hat, dass die Trainer der größten Konkurrenten Österreichs beim ÖSV gelernt haben.
Christian Stöckl, Trainer der Norweger, und Werner Schuster, deutscher Chefcoach, haben ihr Handwerk beide in Österreich erlernt und sorgen dafür, dass die Tournee nicht zur internationalen österreichischen Meisterschaft verkommt. Das kann dem ÖSV als mitveranstaltendem Verband aus wirtschaftlichen Gründen nur recht sein. Und auch für Pointner selbst gibt es desto mehr Arbeitsalternativen, je mehr Länder im Skispringen in der Weltspitze mitspringen. Die Konkurrenz schafft neue Märkte und gutbezahlte Jobs im Ausland. Das hat vor einigen Jahren schon im alpinen Skisport ganz gut funktioniert. Der hat aktuell eine wesentlich breitere Leistungsdichte als noch vor einigen Jahren. Als Wintersport und vor allem Wintertourismusland muss Österreich danach trachten, das Interesse an seinen Exportgütern hochzuhalten. Zumindest, solange man sich keine neuen Ideen einfallen lassen will.

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