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ÖBB planen Supermärkte

Von Christian Mayr

Wirtschaft

Start im Jahr 2007: | 27 | Bahnhöfe mit | ÖBB-Supermärkten. | Sonntagsöffnung soll breite Kundenschichten anziehen. | Wien. Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen steigen die ÖBB nun in das Supermarkt-Geschäft ein: Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" bestätigt ÖBB-Immobilien-Chefin Michaela Steinacker, dass es ab 2007 auf Bahnhöfen eigene "Convenience Stores" unter der Marke ÖBB geben wird. "Das Design dieser Märkte steht noch nicht endgültig fest. Aber grundsätzlich ist klar, dass wir das umsetzen", sagt Steinacker.


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#Lebensmittel & Tickets In den neuen ÖBB-Supermärkten soll es außer Lebensmittel, frischer Backware auch typische Bahn-Artikel (etwa Modell-Loks) und auch Fahrkarten geben. Je nach Platzangebot in den Bahnhöfen werden die Geschäfte unterschiedlich dimensioniert - von 80 bis 250 Quadratmeter. Sollte das Konzept aufgehen, könnten später aber auch Groß-Supermärkte realisiert werden: "Prinzipiell kann es auch größer werden: Auch 400 bis 500 Quadratmeter sind möglich", erklärt Steinacker.

In der Anfangsphase soll das ÖBB-Shop-Konzept in den größeren Städten rund um Wien umgesetzt werden: "Wir haben eine Liste mit 27 Bahnhöfen, wo es eine tägliche Frequenz von über 5000 Fahrgästen gibt." Konkret nennt Steinacker Mödling, Korneuburg, Stockerau, Gänserndorf und Bruck/Leitha als erste Kandidaten für diese Läden. Details - etwa das Aussehen und der Markenname der Supermärkte - sollen demnächst der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Den Betrieb der Geschäfte würde jeweils ein Partner übernehmen; Steinacker denkt dabei an die großen Bäckerei-Ketten, die schon jetzt in den Bahnhöfen vertreten sind.

Vor allem wollen sich die ÖBB mit dem Konzept die Sonntagsöffnung zu Nutze machen und außer Reisende auch Anrainer anlocken: "In diesen Städten oder am Land bekommt der Kunde nicht mehr alles, was er braucht", so Steinacker, die damit auch den (sonntags geöffneten) Tankstellen-Shops Konkurrenz machen will. Allerdings bräuchte es eine Sondergenehmigung des jeweiligen Bundeslandes, da die Regelung nur für Geschäfte unter 80 Quadratmeter gilt: "Wir streben hier Lösungen an", sagt Steinacker. Sollten sie verweigert werden, müssten die Geschäfte teilweise absperren und auf die erlaubte Größe reduzieren.