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"ÖBB-Weichen sind richtig gestellt"

Von Helmut Dité

Wirtschaft

Sollte es seine letzte Bilanzpressekonferenz als ÖBB-General gewesen sein, dann war es auf jeden Fall eine mit bemerkenswerten Rekordzahlen: Nicht nur, dass die ÖBB ihr bestes Ergebnis "seit der Unternehmenswerdung" erzielten und "in der europäischen Champions-League" mitspielen, sind sie bei einzelnen Vergleichswerten sogar Tabellenführer - so ein Optimismus versprühender Vorstandschef Helmut Draxler gestern.


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Im Güterverkehr etwa liegen die ÖBB mit 10,5 beförderten Tonnen je Einwohner in Europa vor der Schweizer SBB (8,3 t) an erster Stelle und beförderten mit 84,7 Mill. t 2000 fast soviel wie die Bahn im wesentlich größeren Italien. Im Personenverkehr können die ÖBB hinsichtlich Passagierzahlen je Einwohner im Schienenverkehr der Schweiz (40,3 pro Jahr) zwar nicht das Wasser reichen, liegen aber mit einer Kennziffer von 22,6 an zweiter Stelle vor der Deutschen Bahn (20,9).

Der ÖBB-Güterverkehr, der im Jahr 2000 seine Tonnageleistung um 6,6 Mill. t bzw. 8,6% gesteigert hat, brachte seit 1993 um 40% mehr Tonnage auf die Schiene. "Das hat sonst keine andere Bahn in Europa geschafft". Insgesamt soll der Güterumsatz von derzeit rund 16 Mrd. Schilling bald auf 20 Mrd. steigen - "wir wollen als europäischer Player überproportional wachsen".

Auch im Personenverkehr gab es mit 182,7 Millionen um eine Million mehr Fahrgäste und steigende Umsätze, - im Nahverkehr legte die Passagierzahl sogar um erfreuliche 12,2% zu - das ist aber laut Draxler "noch verbesserungswürdig". Die Investitionsoffensive müsse weitergehen: Dafür soll der Eigentümer auf die Dividende verzichten, werde man vorschlagen. Tariferhöhungen soll es heuer keine mehr geben.