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Olympische Serie

Von Stefanie Holzer

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Die Olympischen Spiele in Salt Lake City haben sich angelassen wie eine TV-Serie mit österreichischer Starbesetzung. Die Exposition durch die österreichischen Langläufer war so kurzweilig und dann auch so bewegend - die Umarmung zwischen Botwinov und Hoffmann -, dass man unbedingt weiter zuschauen musste. Überraschend, wie der nordische Kombinierer Gottwald am Beginn des nächsten Tages den Spannungsbogen gleich wieder ganz hoch aufzuziehen vermochte. Und dass am selben Tag im Abfahrtslauf tatsächlich der siegte, der den auffälligsten Helm trug, das war schon fast ein bisschen zu dick aufgetragen. Als ob im Krimi der der Mörder wäre, der als erster in Verdacht gerät . . . Die Antiklimax beim Schispringen erdete die dramatischen Geschehnisse des Tages. Und jetzt wollen alle wissen, wie es weitergeht.

Die Kokommentatoren bewähren sich wieder einmal. Man merkt sofort, dass die Herren Markus Gandler, Armin Kogler und Armin Assinger sich wirklich auskennen. Sie sehen Sachen, die unsereinem auf ewig verborgen blieben. Sie hindern Plauderer wie Robert Seeger daran, ununterbrochen auf den wehrlosen Zuschauer einzureden. Sie wissen, was Seeger nicht weiß: Manchmal erhöht Stille die Spannung. Und die Kokommentatoren beweisen, dass sportlicher Patriotismus sich nicht gegen andere Nationen wendet. Das sollten die Ö1-Nachrichtenschreiber beherzigen: Man verschweigt den Goldmedaillengewinner Mühlegg nicht, weil Österreicher Silber und Bronze gewonnen haben. So ungehobelt sind ansonst nur deutsche Nachrichtensendungen.