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OMV auch heuer auf Rekordkurs

Von Helmut Dité

Wirtschaft

Chemie und Gas mit hohen Gewinnen. steigende Förderung. | Heuer wieder steigende Förderung. | Wien. Österreichs Öl- und Gasriese OMV ist nach einem neuerlichen Rekordgewinn im Jahr 2007 - dem fünften en suite - auch für das laufende Geschäftsjahr optimistisch: "Wir werden ein robustes Ergebnis erzielen", sagte Konzernchef Wolfgang Ruttenstorfer am Dienstag. "Die OMV ist gut positioniert, um sich im schärfer werdenden Wettbewerb in Zentraleuropa weiter erfolgreich durchsetzen zu können".


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http://www.wienerzeitung.at/bilder/artikel/2008270225grafik.gif Alle Zeichen deuten sogar auf ein weiteres Rekordergebnis hin: Eine - nach zuletzt leichtem Rückgang - deutlich steigende Förderung von Öl und Gas bei weiter hohem Ölpreis - "wir erwarten ihn bei starken Schwankungen im Durchschnitt so wie letztes Jahr nicht unter 70 Dollar" - und Kosteneinsparungen dürften dies ermöglichen.

Steigende Förderungen in neu entwickelten Feldern in Österreich, Rumänien, Kasachstan, Neuseeland, dem Jemen und Libyen sollten die zuletzt um ein Prozent auf knapp unter 118 Millionen Tonnen Ölequivalent gesunkene Eigenförderung deutlich ausweiten.

Vor allem aber sollten die Investitionen in die rumänische Petrom - die 2007 je rund ein Viertel zu Umsatz und operativem Ergebnis des Konzerns beisteuerte - beginnen, noch saftigere Früchte zu tragen: Dort wurden zuletzt sechs Bohrungen fündig - die ersten seit vielen Jahren. "Und das wird sich fortsetzen, weil wir bisher dort nie verwendete modernste Explorationsmethoden einsetzen", zeigte sich E&P-Vorstand Helmut Langanger überzeugt.

Im rumänischen Rafineriebereich belastete allein die Tatsache, dass die rumänischen Raffinerien bei der Verarbeitung 14 Prozent Eigenbedarf hatten - doppelt so viel wie Schwechat - mit 190 Millionen Euro Mehrkosten im Jahr.

Dieser Eigenbedarf sei nun in Rumänien auf 12,5 Prozent gesenkt worden, komplett ertüchtigt würden die Anlagen dann 2011 sein.

Borealis expandiert

Im Chemie-Bereich gehe es jetzt im Zyklus-Hoch um eine Stärkung des Sektors und eine Vorbereitung auf das voraussichtlich 2010/11 kommende Zyklus-Tief, so Vize-Chef Gerhard Roiss. Zeichen des Zyklus-Hochs sei das bei der Borealis-Gruppe 2007 um mehr als ein Viertel auf 451 Mio. Euro gekletterte Ebit und der um fast zwei Drittel auf 533 Millionen Euro gewachsene Jahresüberschuss.

Die Expansionsstrategie im Mittleren Osten werde erfolgreich fortgesetzt. Mit dem Bau des größten Ethancrackers der Welt samt Polyolefin-Anlagen werde die Produktionskapazität in Ruwais (Abu Dhabi) für 5 bis 6 Mrd. Dollar verdreifacht - Zielmarkt ist China. Im Erdgas-Bereich stieg bei knapp über drei Milliarden Euro Umsatz (plus 50 Prozent) das Ebit vor Sondereffekten (bereinigt) signifikant um 85 Prozent auf 250 Millionen Euro - vor allem aufgrund der Vollkonsolidierung der EconGas, besserer Ergebnisse von Petrom und des deutlichen Beitrags des Logistikgeschäfts, das deutlich mehr Gas speicherte und transportierte.