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" | Ebenthal Tief 2" soll großen Gasfund bestätigen. | Ein Zehntel der heimischen Erdgas-Reserven in Ebenthal. | Ebenthal. 53 Meter ragt die Stahlkonstruktion in die Luft, die etwas außerhalb von Ebenthal im Weinviertel, an der Straße nach Waidendorf, steht. Es sei die "modernste Landbohranlage Europas", sagt Reinhart Samhaber, der Geschäftsführer der OMV Austria Exploration & Production GmbH. Dieser Tochterfirma der OMV obliegt die Suche nach Erdöl und Erdgas im Inland.
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Die OMV betreibt die Bohranlage nicht selbst. Diese Aufgabe hat sie an die KCA Deutag ausgelagert ein großes internationales Bohrunternehmen, das in 20 Ländern tätig ist und (im Auftrag großer Ölkonzerne) einen Großteil der Bohrinseln in der Nordsee betreibt. Geschäftsführer Claus Chur erläutert die Besonderheit der neuen Bohranlage, die heute, Dienstag, zu arbeiten beginnt, so: "Sie verbraucht weniger Dieseltreibstoff als ähnliche Bohranlagen und stößt deshalb auch weniger Schadstoffe aus. Wenn es nötig ist, kann die ganze Anlage auch mit Strom betrieben werden." Durch modernen Schallschutz sei die Anlage auch extrem leise.
Der größte Vorteil sei aber die Flexibilität. Wenn es nötig ist, könne die ganze Anlage innerhalb einer Woche an einem anderen Standort aufgebaut werden. Das werde durch die neuartige Modul-Bauweise (eine Art Baukastensystem) ermöglicht.
Jetzt soll die neue Anlage einmal zwei bis drei Monate in Ebenthal stehen und dort bis in eine Tiefe von 3500 Meter bohren. Danach kommt sie voraussichtlich südlich der Donau zum Einsatz.
Gasfund Ebenthal
Ziel der jetzigen Bohrung namens "Ebenthal Tief 2" ist es, den Umfang des Gasfundes der OMV vom letzten Dezember zu präzisieren. Ende vergangenen Jahres war die Bohrung "Ebenthal Tief 1" auf eine Erdgas-Lagerstätte in der Größe von etwa 1,5 Mrd. m 3 gestoßen. Dieser Fund entspricht etwa einem Zehntel der gesamten heimischen Gasreserven. "Durch die Bohrung könnte herauskommen, dass es noch einmal um 1 Mrd. m 3 mehr sind als angenommen", sagt Reinhart Samhaber. Mit dem Gasfund bei Ebenthal hat die OMV ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Erst im April 2005 hatte sie bei Strasshof den größten Gasfund der letzten 20 Jahre getätigt ein Gaslager im Umfang von 4 Mrd. m 3 . Zum Vergleich: Die gesamten heimischen Gasreserven betragen etwa 15 Mrd. m 3 . Ebenthal soll nicht der letzte Fund gewesen sein. "Ich denke, dass wir in den nächsten zwei Jahren noch ein bis zwei ähnliche Lagerstätten finden werden", sagt Samhaber.
Bis 2010 will die OMV die heimische Öl- und Gasförderung um 25 Prozent steigern.
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