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Wenn die Angriffe von außen zu oft und zu stark kommen, bleibt einem oft nur noch eines: Rückzug, die Daumen- an die Zeigefingerkuppen pressen und mit einem tiefen "Ohm" durchatmen. Oder: Man ändert kurzerhand sein äußeres Erscheinungsbild, um den Gegner zu verwirren und den Vorwurf, man tue ja nichts, erfolgreich abzuwehren. Der ORF reagiert auf diese Angriffe, die unter anderen ein qualitätsvolleres Programm fordern, mit Letzterem. Aus ORF1 wird ab 8. Jänner "ORF eins". Mit diesem Facelifting soll sich der Sender laut dem Sender deutlicher von ORF2 abgrenzen. Damit dann auch wirklich jeder den Unterschied zwischen dem Unterhaltungsauftrag auf ORF1 und dem Bildungsauftrag auf ORF2 erkennt. Dass mit der Änderung am Layout von ORF 1 das ORF-Programm natürlich um keinen Deut besser wird, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.
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Der Unterhaltungssender im neuen Gewand soll nach wie vor jeden Montag "unsere Lieblingsserien" liefern: Von "Desperate Housewives" über "The Mentalist" bis zu "The Closer". Auch der Donnerstag bleibt weiterhin TV-kulinarisch gut - "Willkommen Österreich" folgt "Dr. House". "Lockerer, offener, ein bisserl gelassener" will der neue Art Director des ORF, Michael Hajek, "ORF eins" sehen. Diese Gelassenheit soll wohl auch auf den Gebührenzahler überspringen, der sich keine großen Reformen erwarten darf und schon gar kein besseres Programm. Übrigens: "ORF eins" soll laut ORF die Zielgruppe "gut verdienend" erreichen. Den weniger gut Verdienenden bleibt dann wohl nur noch ORF2. Allerdings könnten sie bei der auf ORF 2 gespielten "Millionenshow" ihr Budget auffetten, um dann ebenfalls zum neuen coolen Sender wechseln zu können.

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