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Im "Abendjournal" am Donnerstag präsentierte Klaus Faber seine Recherche zum Thema "Flat tax". Für die FPÖ referierte Gilbert Trattner seine vorteilhafte Sicht dieses Besteuerungsmodells, das von
Finanzminister Rudolf Edlinger prompt als für Bananenrepubliken passend abgelehnt wurde.
Paradoxerweise leistete der amerikanische Flat-tax-Guru, der schon Ronald Reagan beraten hat, am wirkungsvollsten Überzeugungsarbeit gegen die von ihm propagierte Steuervereinfachung: Seine Betonung
von "my money" verringerte mit jeder Wiederholung die an sich hohe Attraktivität des Gedankens, irgendwann in einer wunderbaren Zukunft weder enigmatisch-totalitären Briefen vom Finanzamt noch einem
allen Wetterlagen gleichmütig entgegentretenden Steuerberater ausgesetzt zu sein.
Aus Anlass von Robert Menasses neuestem Essayband (Verlag Sonderzahl), der sich zeitgerecht vor der Nationalratswahl mit der "Dummheit" der uns regierenden Politiker beschäftigt, vertieften sich der
Schriftsteller Menasse und Peter Huemer "Im Gespräch" unter anderem auch in Steuerfragen. Die Kulturnation Österreich und keiner ihrer Repräsentanten haben sich je darüber Gedanken gemacht, dass ein
Schriftsteller, falls ihm einmal in seinem Leben ein Bestseller gelingt, auswandern muss, will er nicht nachher ärmer dastehen als zuvor. Also muss er gehen, wie das Raoul Schrott, Felix Mitterer und
Christoph Ransmayr bekanntlich schon getan haben.
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