Zum Hauptinhalt springen

Österreichische Unternehmen zeigen Zweckoptimismus

Von Petra Medek

Wirtschaft

Während die Hälfte der Unternehmen die allgemeine Wirtschaftslage als unverändert einstuft, sehen zwei Drittel eine bessere Entwicklung des eigenen Betriebes. Die eigene Branche beurteilt dagegen jeder Dritte schlechter. Das ergab eine vom Unternehmensberater SHS in Auftrag gegebene Studie.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 22 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Offensichtlich zeigten die Unternehmen Zweckoptimismus und versuchten sich zu behaupten, obwohl sie erwarten, dass der Wind noch schärfer werde, erklärte Studienautorin Ernestine Depner-Berger vom Institut für Grundlagenforschung gestern vor Journalisten.

Und je größer der Betrieb, desto positiver seien die Einschätzungen ausgefallen, so Depner-Berger. Befragt wurden Manager in 295 Unternehmen aus Industrie, Gewerbe und Handel mit mehr als 80 Mitarbeitern.

95% der Befragten erwarten künftig größere Anforderungen an die Management-Etage, 88% sagen höheren Kostendruck, 80% härteren Verdrängungswettbewerb voraus. Die Umfrage spiegle die Bedingungen des engen Marktes wider, in weiterer Folge nehme auch der Druck in den Unternehmen zu, so die Studienautorin. So gaben rund 30% der befragten Führungskräfte an, dass Personalabbau in ihrem Unternehmen in nächster Zukunft möglich sei.

Obwohl ihr Blick in die Zukunft durch Unsicherheit geprägt sei, glauben die meisten, die Problemstellungen mit internen Ressourcen bekämpfen zu können. Nur wenige Unternehmen wollen auf externe Unterstützung zurückgreifen, sagte SHS-Geschäftsführer Florian Schatz. Gerade in dieser Phase müssten die Unternehmen sich absichern, abzuwarten und Investitionen zu verschieben sei dagegen nicht die richtige Strategie, so Schatz.