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Österreichs Banken reduzieren ihr Zweigstellennetz weiter

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Im ersten Halbjahr 2002 wurden in der österreichischen Bankenlandschaft 17 Zweigstellen neu gegründet und 38 geschlossen. Weiters kam es zu einer Fusionierung, sodass die Zahl der Bankfilialen unterm Strich von 4.546 auf 4.526 sank. Das gab die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) gestern bekannt.


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Der seit einigen Jahren feststellbare Trend zur Reduktion des Bankstellennetzes habe sich damit geringfügig verstärkt. Im Jahr 1996 hatte es in Österreich noch 4.694 Zweigstellen von Banken gegeben, seitdem ist die Zahl rückläufig.

Die Zahl der Hauptanstalten von Kreditinstituten blieb mit 907 unverändert. Zwei Neugründungen (die A1-Bank der Mobilkom Austria und die Mezzanin Finanzierungs AG der Bank Austria) standen eine Fusion (Sparkasse Eggenburg mit Weinviertler Sparkasse) und eine Schließung (Kärntner Kredit - Bürgschaftsbank) gegenüber. Die Zahl der Hauptanstalten geht seit 1991, als noch 1.165 gezählt wurden, beständig zurück.

In den 907 Kreditinstituten sind laut OeNB 18 Zweigniederlassungen ausländischer Banken in Österreich enthalten. 11 Aktienbanken und 8 Sonderbanken befinden sich zu 100%, weitere 5 Aktienbanken, eine Sparkasse und zwei Sonderbanken mehrheitlich in Auslandsbesitz.

Mit dem Beitritt zur Währungsunion habe sich der Trend zur Errichtung von Zweigniederlassungen im Rahmen der Niederlassungsfreiheit verstärkt, so die Nationalbank. Weitere 198 Kreditinstitute üben ihre Tätigkeit in Österreich auf Basis der Dienstleistungsfreiheit aus.

Zum 30. Juni 2002 wurden von inländischen Kreditinstituten 23 (2001: 21) Filialen und 45 (nach 43) Repräsentanzen im Ausland betrieben. 1990 waren es noch 9 Filialen und 66 Repräsentanzen gewesen.