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Die Schweiz, Deutschland und Frankreich sind am wettbewerbsfähigsten. | Asien-Pazifikraum wächst am stärksten. | Wien/Berlin. Deutschland und Frankreich haben Österreich in der Tourismus-Wettbewerbsstudie überholt und von Platz zwei auf vier verdrängt. Das attraktivste Urlaubsland bleibt wie schon bei der letzten Studie im Jahr 2009 die Schweiz, wie der Bericht des World Economic Forums und des Beraters Booz & Company zeigt. Dafür wurden in 139 Ländern Kriterien wie zum Beispiel Transport- und Tourismus Infrastruktur, Sicherheit und Ausbildung der Beschäftigten untersucht.
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Die Schweiz kann vor allem mit der Qualifikation der Mitarbeiter, ökologischer Nachhaltigkeit sowie mit Infrastruktur punkten. Schwäche sind hohe Preise.
Österreichs Tourismus-wettbewerbsfähigkeit hat sich zwar nicht erheblich verschlechtert. "Österreich zeichnet sich weiter durch hohe Standards aus, konnte jedoch nicht in allen Punkten mit der Konkurrenz mithalten, die sich stärker weiterentwickelt hat", sagt Klaus Hölbling von Booz & Company in Wien. Österreich bekommt Bestnoten für Gesundheitseinrichtungen und Trinkwasser sowie für die Tourismusinfrastruktur mit reichlich Autovermietern, Hotelzimmern und Kreditkarten-Akzeptanzstellen. Gut bewertet werden Umwelt und Sicherheit. Verschlechtert habe sich vor allem die preisliche Wettbewerbsfähigkeit, so Hölbling. Schlechte Noten gibt es für hohe Treibstoffpreise, Ticket- und Flughafenabgaben sowie für die Flughafendichte, die nur an 65. Stelle landet.
Tourismusmesse startet
Deutschland und Frankreich haben sich je um einen Platz in die Top drei hinaufgearbeitet und können bei der Infrastruktur und als Messeveranstalter glänzen. Deutschland profitiert von Investitionen in den Umweltschutz, während Frankreich seine neue Tourismusstrategie zugutekommt, die neue Besuchersegmente anlocken soll.
Auf Platz fünf folgt Schweden, dahinter die USA, Großbritannien und Spanien. Europa dominiert die Rangliste - unter den Top 20 finden sich 14 europäische Länder. In Portugal fehlt aber Geld für Investitionen in die Tourismus-Infrastruktur, das Land hat seit 2008 drei Plätze eingebüßt und liegt auf dem 18. Platz. Den Griechen (Rang 29) kosteten Streiks bei Fluglinien und im Gastgewerbe sieben Plätze.
"Für die etablierten Reiseziele ist eine Bewahrung des Status quo mit Sicherheit keine zukunftsfähige Strategie, um sich gegen neue, aufstrebende Urlaubsregionen aus Osteuropa, dem Mittleren Osten oder aus Asien zu behaupten", warnt Jürgen Ringbeck, Tourismusexperte bei Booz & Company. Am stärksten wächst die Region Asien-Pazifik, wo die Tourismusankünfte zwischen 2000 und 2010 mit 85 Prozent mehr als doppelt so stark wuchsen wie der globale Durchschnitt von 39 Prozent. An der Spitze der asiatischen Länder liegt Singapur, das im globalen Ranking den zehnten Platz gehalten hat.
Die Gewichte haben sich auch bei der weltweit größten Tourismusmesse ITB verschoben, die am heutigen Dienstag in Berlin startet: Asiatische und osteuropäische Länder sind laut ITB-Direktor Martin Buck stärker vertreten, ebenso einzelne Länder des Mittleren Ostens - auch Ägypten, das nach der Revolution wieder Lust auf seine Pyramiden und Strände machen will. Bis Sonntag präsentieren mehr als 11.000 Aussteller aus 180 Ländern ihre Angebote. 170.000 Besucher werden erwartet.
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