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Osteuropa-Zentralen wandern gen Osten

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Die Ära der Osteuropa-Zen-trale in Österreich ist - zumindest in ihrer bisherigen Form - vorbei, bestätigt nun eine Studie der Boston Consulting Group (BCG).


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Immer mehr große Unternehmen gehen dazu über, Kompetenzbereiche ihrer österreichischen Osteuropazentralen in Ostländer zu verlegen, um dann von dort aus die Region zu betreuen. Es komme also zu einer De-Zentralisierung. Nur eine Flucht nach vorne könne den Erhalt von qualifizierten Arbeitsplätze in Österreich sichern, meint dazu Antonella Mei-Pochtler, Geschäftsführerin der BCG in Wien. Dies könne zum Beispiel durch die Bildung von Kompetenzzentren geschehen - "idealerweise nicht nur für Osteuropa, sondern für Europa oder sogar global."

Die BCG hat Vertreter von 40 Osteuropazentralen interviewt. Die Befragten erwarten, dass rund 10% der Zentralen aufgelöst werden. Die BCG geht daher in den nächsten zwei bis drei Jahren von einer Abnahme der in diesen Zentralen beschäftigten Mitarbeiter von heute rund 9.000 auf etwa 7.000 Personen aus, wenn nicht gleichzeitig Kompetenzfelder ausgebaut werden. Als große klassische Osteuropazentralen würden lediglich Henkel, Siemens und Magna übrig bleiben.