Zum Hauptinhalt springen

ÖVP vermutet "Grünen-Spitzel"

Von Ina Weber

Politik

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 20 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Die ÖVP will nun jenen jungen Mann klagen, der die Unterlagen zum "Wahlkampf-Knigge" der steirischen ÖVP in denen unter anderem der steirische SPÖ-Chef Franz Voves als "Naturfeind" bezeichnet wird den Grünen zugespielt hat. Landesgeschäftsführer Andreas Schnider spricht von "Stasi-Methoden, nahe Watergate". Er vermutet einen "Spitzel" aus dem Umfeld der Grünen. Dem jungen Mann lässt er ausrichten: Entweder er sage, was seine Motive waren, oder er werde wegen Verleumdung und Rufschädigung geklagt. Der Mann weist laut ORF jeden Verdacht von sich. Er habe sich mit den Unterlagen an die Grünen gewandt, weil er dachte, dass das "eine Sache für die Öffentlichkeit" sei.

Für Grünen-Chef Alexander Van der Bellen und Vizechefin Eva Glawischnig sind diese "Wahlmethoden" der ÖVP nichts Neues. Schon im Wahljahr 2002 habe die ÖVP gezielt "negative campaining" gegen politische Gegner eingesetzt. "So eine Systematik geht nicht ohne Wissen des Chefs", kritisierten sie Kanzler Wolfgang Schüssel. Dieser solle eine Garantiererklärung abgegeben, auf derartige Methoden zu verzichten.