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Pakistans Terrorfahnder im Visier der Terroristen

Von WZ-Korrespondentin Agnes Tandler

Politik

Schwerer Bombenanschlag in Lahore. | New Delhi. Bei einem schweren Bombenanschlag in Pakistans zweitgrößter Stadt Lahore sind am Montag mindestens zwölf Menschen getötet und mehr als 80 zum Teil schwer verletzt worden. Das Attentat zielte auf ein Gebäude der Bundespolizei, die auch gegen Terroristen ermittelt. Ein Selbstmordattentäter rammte ein Auto mit rund 600 Kilogramm Sprengstoff in das zweistöckige Haus im Bezirk Model-Town.


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Die Explosion war so stark, dass das Gebäude einstürzte und viele Menschen unter seinen Trümmern begrub. Die pakistanischen Taliban bekannten sich später zum Anschlag. Das Attentat sei die Rache für die Drohnenangriffe der USA und der Operation der pakistanischen Armee in den Gebieten an der afghanischen Grenze, sagte ein Taliban-Sprecher. Er kündigte gleichzeitig weitere Anschläge an.

Lahore, das kulturelle Zentrum Pakistans mit rund sechs Millionen Einwohnern, war in der letzten Zeit besonders häufig die Zielscheibe der radikal-islamistischen Militanten geworden. Im Dezember 2009 explodierten zwei Bomben im Moon Market, einem beliebten Einkaufszentrum der Stadt. Mindestens 48 Menschen starben. Auch auf Büros der polizeilichen Ermittlungsbehörde wurden in der Vergangenheit in Lahore bereits zwei schwere Anschläge verübt. Der Polizeichef der Provinz, Tariq Salim Dogar, erklärte, die Behörde habe in dem Wohnviertel in Model Town gearbeitet, weil es ihr an Büros mangelte. Die Räume seien auch genutzt worden, um Verdächtige zu verhören, allerdings habe sich während des Anschlages keine solche Person in dem Haus befunden.

Die pakistanischen Taliban sind in den letzten Monaten für viele der Terror-Anschläge in ganz Pakistan verantwortlich gemacht worden, bei denen hunderte Menschen ums Leben kamen. Seit das pakistanische Militär im Oktober 2009 eine Offensive gegen Taliban-Hochburgen in Süd-Wasiri stan an der afghanischen Grenze begonnen hat, hat die Zahl der Attentate stark zugenommen.