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Palfinger hebt Gewinnziele

Von Bernhard Holzer

Wirtschaft

Der börsenotierte österreichische Kranhersteller Palfinger rechnet mit einem Rekordergebnis für 2005. Die für 2008 gesteckten Gewinnziele werden jedenfalls vorzeitig erreicht, hieß es Mittwoch nach überraschend guten Halbjahreszahlen.


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Der international führende Hersteller von hydraulischen Hebe- und Ladesystemen verdoppelte im 1. Halbjahr 2005 sein EBIT auf über 37 Mio. Euro. Gleichzeitig stieg der Umsatz um 33% auf fast 254 Mio. Euro. Die Dividende für 2005 soll angehoben werden.

Wie gut das 1932 gegründete Salzburger Traditionsunternehmen da steht, illustrieren zwei weiteer Daten: Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf über 52%, die Verschuldungsrate - Gearing - erreichte mit nur 17% einen Tiefststand.

Grund für diese erfreulichen Entwicklungen sind laut Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, die gute Marktentwicklung sowie die gestiegende Auslastung und die hohen Standards bei der Produktentwicklung.

Der Kauf des britischen Ladebordwändespezialisten Ratcliff und des deutschen Hubbühnenproduzenten Bison im letzten Jahr konnte fast gänzlich aus eigenen Mitteln finanziert werden, worauf Anzengruber besonders stolz ist: "Es erleichtert vieles, dass wir das Potential haben, unser Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren." Die Integration der beiden Neuerwerbungen, durch die der weltweite Mitarbeiterstand auf mehr als 3.000 stieg, ist das vorrangige Ziel für die zweite Jahreshälfte.

Weiter wachsen will man in Osteuropa, aber auch auf dem amerikanischen Kontinent. Palfinger lagert weiterhin einzelne Produktionen nach Osteuropa aus, die Arbeitsplätze in Österreich sind davon aber vorerst nicht gefährdet. "Wir haben derzeit 800 Mitarbeiter in Österreich und ich rechne damit, dass das so bleiben wird", sagte Anzengruber auf die Frage nach der Zukunft der österreichischen Standorten Salzburg-Bergheim und Lengau. "Das Mitarbeiterwachstum in der Gruppe wird aber im Ausland stattfinden."

Technische Entwicklungsaufgaben und die Kran-Fertigung für den europäischen Markt würden in Österreich bleiben, nach Bulgarien ausgelagert werden Teile der Produktion von Bison.