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Produktionsteile werden ausgelagert. | Kerngeschäft soll ausgebaut werden. | Ostffyasszonyfa. Österreichische Fahrer machen sich in der Formel Eins rar, das Team Red Bull kämpft um den Anschluss an die Spitze. Doch der Österreicher-Anteil in der Königsklasse des Motorsports ist größer, als es den Anschein hat. Denn in vielen Boliden, in denen Fahrer anderer Nationen sitzen, sind Teile aus heimischer Produktion eingebaut. Etwa in Form von Pleuel, bei denen der steirische Rennsport- und Luftfahrtausrüster Pankl Racing Systems sich Weltmarktführer nennen und mehr als die Hälfte aller Formel-1-Teams zu seinen Kunden zählen darf.
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Jetzt will das börsennotierte Unternehmen sich nach einem missglückten Ausflug in die Entwicklung von Dieselkonvertoren und Rennsportgetrieben wieder auf sein Kerngeschäft, den Komponentenbau für Luftfahrt, Motorsport und Luxusautomobile, konzentrieren. Bis zum Sommer 2007 soll die Produktion von Serien-Pleuel nach Tovarniky/Slowakei ausgelagert werden - derzeit werden rund 130.000 bis 140.000 Stück pro Jahr produziert.
Laut Geschäftsführer Wolfgang Plasser müssen die rund 40 Mitarbeiter, die noch in Bruck an Mur in diesem Bereich tätig sind, allerdings nicht um ihren Arbeitsplatz bangen: "In Bruck werden wir das Geschäft für Hochleistungskolben erweitern. Da kommen uns die freiwerdenden Kapazitäten gerade recht."
Der Grund für die Auslagerung sind die niedrigeren Produktionskosten, wodurch man auch dem Hobby-Rennfahrer Teile "zu vernünftigen Preisen" offerieren will. "Die bessere Nutzung der Marke", so Plasser, sei "ein wesentlicher Eckpunkt der strategischen Ausrichtung".
Ein anderer ist die Forschung an technischen Innovationen für den Hochleistungssport. Gezwungenermaßen freilich, denn bietet man in der Formel 1 keine Neuerungen an, wird man schneller von der Konkurrenz ausgebremst als so mancher österreichische Fahrer in seinem Boliden. Nicht zuletzt deshalb wird die Arbeit an den Formel-1-Pleuel auch in Zukunft in der Steiermark vorangetrieben.
Für das Geschäftsjahr 2005/06 geht Plasser von einem Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent und einer EBIT-Marge von mehr als fünf Prozent aus.
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