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Aller guten Dinge sind drei: Zwei Mal hat er gegen seinen Widersacher Kostas Karamanlis verloren, beim dritten Mal hat es geklappt: Mit Georgios Papandreou ist schon der dritte Papandreou griechischer Premierminister; vor ihm hatten dies sein Vater und sein Großvater geschafft. | Das Resultat der Parlamentswahl fiel am Ende deutlicher aus, als es die Hoffnung auf einen echten Wandel in dem seit Jahrzehnten skandal- und krisengeschüttelten Griechenland vermuten hätte lassen. Denn nach einem Wahlkampf, in dem das zentrale Thema der Kampf gegen Freunderl- und Vetternwirtschaft war, ist nun ein Mann an der Spitze des Landes, der von seinem Vater ins Parlament gehievt wurde und unter dem er Posten als Staatssekretär und Minister innehatte.
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Nicht, dass sein Widersacher Kostas Karamanlis, der Neffe von Ex-Premierminister Konstantinos Karamanlis, besser dastünde. Im Gegenteil: Die Skandale und Mauscheleien, die Karamanlis schließlich an den Rand der Regierungsunfähigkeit und zu Neuwahlen gedrängt haben, ließen Papandreou als den integereren der beiden Politiker erscheinen. Anteil am Kantersieg der Linken hatte somit auch die selbstzerstörerische Kraft der Rechten.
So wie heute Papandreou, hat Karamanlis bei seiner Wiederwahl 2007 versprochen, gegen Korruption und Freunderlwirtschaft vorgehen zu wollen und mit einer soliden Politik die Wirtschaft zu sanieren. Einer Studie zufolge hat die Rechte in Griechenland allerdings von 2004 bis heute an die 100.000 neue Beamte eingestellt. Und natürlich wurden Schlüsselstellen in den Ministerien mit Parteifreunden besetzt.
Nun liegt ein Hauch von Revanchismus in der Luft. Mancher Beamte kann sich darauf einstellen, dass sein Posten politisch umgefärbt wird. Auch wenn Papandreou versuchen will, gegen Freunderlwirtschaft vorzugehen, wird er doch auf seine eigenen Leute angewiesen sein, will er seine Politik durchsetzen. Schwierig wird es für Papandreou aber auch im Kampf um eine Sanierung der griechischen Wirtschaft, die sich unter seinem Vorgänger verschlechtert hat. Hier bedarf es - sind sich die Experten einig - tiefer Einschnitte und eines harten Sparkurses der Regierung. Das klingt nicht besonders kompatibel mit den Idealen der Sozialpolitik seiner Partei.
Somit steht Papandreou mit den zwei Hauptthemen der griechischen Politik, Wirtschaftskrise und Korruption, vor einem Dilemma: Will er sie lösen, muss er sich gegen seine eigenen Anhänger stellen; tut er das nicht, könnte er selbst schon bald mit denselben Vorwürfen konfrontiert werden wie Karamanlis.
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