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Parkpickerl-Ausbau fix im Herbst 2012

Von Christian Mayr

Politik

Studie empfiehlt Ausweitung über den Gürtel - Rot-Grün präsentiert Projekt heute.


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Wien. Nach der gemeinsamen Präsentation der Tarifreform bei den Wiener Linien steht heute, Donnerstag, das nächste rot-grüne Verkehrs-Großprojekt auf der Agenda: Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) und SPÖ-Verkehrssprecher Karl Heinz Hora werden gemeinsam eine Studie über die Ausweitung des Parkpickerls vorstellen. Hinter den Kulissen haben sich SPÖ und Grüne längst - gemeinsam mit den betroffenen Außenbezirken - auf den weiteren Ausbau der Parkraumbewirtschaftung geeinigt. "Wir werden am 1.September 2012 starten. Früher wird es aus verwaltungstechnischen Gründen wohl nicht zu schaffen sein", sagt ein Rathaus-Verhandler im Gespräch mit der "Wiener Zeitung".

Die Kernaussage der Studie ist nämlich, dass aufgrund der Stellplatzsituation die Einführung des Parkpickerls im "dicht verbauten Gebiet" jenseits des Gürtels empfohlen wird. Wie berichtet, kommen für eine Ausweitung die Bezirke 10 und 12 sowie 14 bis 18 in Frage - dort gibt es zumindest entsprechende politische Absichtserklärungen und eine rot-grüne Mehrheit. Darüber hinaus haben Floridsdorf (U1-Leopoldau) und Liesing (Bahnhof Liesing und U6-Siebenhirten) ihr Interesse an "Insellösungen" bekundet. Nur die ÖVP-regierten Bezirke Döbling und Hietzing haben die Pickerl-Einführung abgelehnt - wiewohl die Studie hier ebenfalls Handlungsbedarf sieht.

Bezirke entscheiden Zonen

Maßgeblich beteiligt an der Expertenstudie war Gerd Sammer, Leiter des Institutes für Verkehrswesen an der Boku. Er trat immer wieder als Kritiker der Wiener Verkehrspolitik auf, weshalb seine Empfehlung zur Pickerl-Ausweitung nicht überraschend kommt. Laut Regierungsprogramm haben die einzelnen Bezirke das letzte Wort - vor allem, was die genaue Zonierung betrifft; einzig der 15. Bezirk hat bereits eine flächendeckende Ausweitung beschlossen. "Es ist jeder eingeladen, mitzumachen. Manche werden vielleicht erst später draufkommen", erklärt der grüne Klubchef David Ellensohn.