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Parteiarbeit breit gestalten

Von Martyna Czarnowska

Politik

Eine möglichst breite Themenpalette abdecken und Parteivisionen entwickeln: Darin sieht Reinhold Lopatka seine Aufgabe als ÖVP-Generalsekretär. Er folgt in dieser Funktion Maria Rauch-Kallat, die ins Gesundheits- und Frauenministerium wechselt.


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Bei seinem letzten Gespräch mit der "Wiener Zeitung", kurz nach der Nationalratswahl, deutete er noch an, in der Steiermark bleiben zu wollen. Heuer wird Reinhold Lopatka seinen Hauptarbeitssitz doch nach Wien verlagern. Am Freitag erhielt er von seiner Vorgängerin Maria Rauch-Kallat symbolisch den Schlüssel für das ÖVP-Generalsekretariat überreicht. Heute, Montag, stellt ihn Bundeskanzler Wolfgang Schüssel "offiziell" vor.

"Seit dem 24. November ist die ÖVP wieder eine große breite Volkspartei", sagt Lopatka. "Meine Hauptaufgabe liegt nun darin, möglichst breit - von den Themen und Personen her - die Parteiarbeit zu gestalten." Über die parlamentarische Arbeit hinaus sollten ständig Versuche unternommen werden, Parteivisionen zu entwickeln, neue und kritische Impulse zu setzen. Als Beispiel führt er Europafragen an: Welche Rolle solle das kleine Österreich im großen Europa spielen? Oder: Wie kann die Jugend besser eingebunden werden?

Wie das Generalsekretariat neu strukturiert werden sollte, weiß Lopatka bereits. Doch dies möchte er zuerst mit seinen MitarbeiterInnen und den Landesgeschäftsführern besprechen. Fest steht, dass die Agenden neu verteilt werden müssen, weil etliche bisherige MitarbeiterInnen nun in Ministerien wechseln werden.

Zur Frage nach den Finanzen der Volkspartei wollte der Generalsekretär zunächst nicht Stellung nehmen. Er versicherte jedoch: "Die ÖVP ist in jeder Hinsicht in einer guten Verfassung."