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Pasching setzt auf die Finanzkrise

Von Stefan Melichar

Wirtschaft

Software-Firma Golden Source hofft auf Aufträge. | Wien. "Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten haben uns geholfen. Sie haben gezeigt, dass Finanzinstitute immer genau wissen müssen, wie ihre Risiken beschaffen sind." Gert Raeves, Vizepräsident des amerikanischen Software-Herstellers Golden Source hofft - angesichts des zunehmenden Strebens nach Transparenz - auf Aufträge für seine Firma. Von diesen würde wohl auch das Forschungszentrum des Unternehmens im oberösterreichischen Pasching profitieren.


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Golden Source erstellt zentralisierte Datensysteme für Firmen aus der Finanzbranche. Ziel ist, sämtliche relevanten Informationen - die meist aus zahllosen unterschiedlichen Quellen stammen - innerhalb eines Unternehmens zu vereinheitlichen. So könnte sich etwa das Risikomanagement einer Bank auf die selben Daten stützen, wie zum Beispiel die Wertpapierhändler des Instituts. Risiken wären für alle jederzeit leichter erkennbar, was - so Raeves - gerade durch die aktuelle Finanzkrise an Bedeutung gewinnt. Zu den Kunden von Golden Source zählen unter anderem UBS, Deutsche Bank und HSBC.

Forschung in Österreich

Dass die Forschungsarbeit in Österreich stattfindet, beruht auch auf Zufall: Es hätten sich zur richtigen Zeit entsprechende Spezialisten - die meisten davon Absolventen der Uni-Linz - zusammengefunden. Von den 300 Mitarbeitern, die Golden Source beschäftigt, arbeiten 40 in Pasching. Laut Raeves ist das größere Entwicklungszentrum des Unternehmens in Indien keine Gefahr für den heimischen Standort: Viel des Innovationspotenzials gehe von Österreich aus, während in Indien eher das Tagesgeschäft erledigt würde.