)
Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 23 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.
Georg Kreisler, der anlässlich seines 80. Geburtstags in den vergangenen Wochen auch vom ORF gebührend gefeiert wurde, hat viele Chansons und Texte geschrieben, mit denen er sich unsterblich gemacht hat. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass dasjenige Lied, mit dem er am bekanntesten wurde, gar nicht von ihm stammt, sondern von einem New Yorker Songwriter namens Lehrer: "Tauben vergiften im Park", Kreislers bitterböse Abrechnung mit dem abgrundtiefen Wiener Gemüt, ist die Übersetzung eines amerikanischen Originals mit dem Titel "Poisoning pigeons in the park". Dass die Transponierung nach Wien aber so perfekt klappte, ist nur ein weiterer Beweis für das, was ein Kabarettist unbedingt mitbringen muss und was bei Kreisler offenbar in überreichlichem Maße vorhanden ist: Ein geschärfter Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse und menschliche Eigenarten.
In der aktuellen Ausgabe von "NEWS" kündigt Tiergartendirektor Pechlaner an, sich nach Ablauf seines Vertrags nicht um eine Verlängerung zu bemühen, sondern eventuell mehr Fernsehen machen zu wollen. Wie soll das gehen? Mehr Pechlaner im Fernsehen als jetzt, scheint mir ein Ding der Unmöglichkeit. Der begnadete Kommunikator ist schon jetzt auf den Bildschirmen allgegenwärtig. Gerade erst in ORF 2 als Präsentator einer "Universum"-Folge zu bewundern, beglückt er tags darauf das ATV-Publikum in der Sendung "Check it" mit seiner Körper- und Gedankenfülle. Dazu Auftritte in "Von Tag zu Tag" und in den "Seitenblicken". Noch mehr Pechlaner - dann müsste man schon einen eigenen Spartenkanal errichtet: Pechlaner-TV.
)
)
)