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Ich bekenne mich schuldig, ein praktizierender Teil der Spaß-Gesellschaft zu sein. Ich teile die Dinge des Lebens in solche, die mir Freude bereiten und solche, die mich verdrießen. Letztere versuche ich, so weit wie möglich zu vermeiden. Was bitte soll daran verwerflich sein?
Wenn es die Bildungsmisere nach der PISA-Studie wirklich gibt, dann weil den Schülern irgendwann die Freude am Lernen genommen wird. Weil Schule keinen Spaß mehr macht. Weil das Schulsystem noch immer nicht die Stärken, Interessen und die Neugierde des Einzelnen fördert, sondern ihm seine Schwächen und Nicht-Interessen vorwirft. Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Es ist wichtig, für ein Ziel hart und engagiert zu arbeiten. Und nicht alles im Leben lässt uns jauchzen. Aber welche Ziele wir uns stecken, liegt zu einem nicht unwesentlichen Teil bei uns. Gerade, wenn es darum geht, zwischen der einen oder anderen Ausbildung zu wählen, ist eine der wenigen verlässlichen Entscheidungshilfen unsere Freude an einer bestimmten Tätigkeit, einem bestimmten Wissensgebiet. Misstrauen ist gegenüber allen Auguren angebracht, die heute schon zu wissen vorgeben, welche Jobs übermorgen gefragt sind.
Auf die Gefahr hin, dass das jetzt idealistisch oder kitschig klingt: Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen beginnt damit, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Und kann es eine bessere Gesellschaft geben als eine, wo Menschen das machen, was ihnen Spaß bereitet?
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