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Offenbar dürfte es nun doch einen Song Contest in Israel geben. Warum dieses Faktum zuletzt wieder zweifelhaft war, wo doch die israelische Teilnehmerin den vergangenen Bewerb gewonnen hatte, ist schnell erklärt: Es geht ums Geld. So etwas ist teuer, und so stritten der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die israelische Regierung bis Dienstag darüber, wer nun die Rechnung übernehmen wird. Der Sender meinte, er ja wohl nicht. Die Regierung meinte sinngemäß, sie sei an dem Debakel ja nicht schuld. Fehlt nur noch, dass jemand die Gewinnerin auffordert, sie solle doch zahlen - immerhin hat sie den "Schaden" ja ausgelöst. Wie auch immer: Nach einem Ultimatum des Senders bis Dienstag verkündete man nun, der Sender werde die Sicherstellung an die EBU überweisen und damit die Austragung fixieren.
Natürlich ist auch abseits des Pokerspiels zwischen Sender und Politik klar, dass ein kleiner Sender mit der Ausrichtung der Veranstaltung schnell an seine Grenzen kommt. Immerhin hat auch der ORF für seinen Song Contest in Wien Hilfe bekommen - ein völlig üblicher Vorgang, schließlich hat die Austragungsstadt enorme Einnahmen. Es wäre schade gewesen, wenn Israel nun die Ausrichtung zurückgelegt hätte (und wohl einer der großen europäischen öffentlich-rechtlichen Sender hätte einspringen müssen). Wenn man schon den Vergabemodus ändert (wofür man sein kann), dann geplant und mit einem neuen System. Aber nicht aus der Krise heraus.

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