Zum Hauptinhalt springen

Positiv in allen Geschäftsbereichen

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Waagner-Biro (WB) will voraussichtlich 2003 an die Börse gehen. Das kündigte Günther Mörtl, der Vorsitzende des Aufsichtrates des Waagner-Biro Holding Konzerns, bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch an. Mit dem Geschäftsjahr 2001 zeigte sich Mörtl zufrieden. Die Ergebnisse der WB Holding haben sich seit 1999 kontinuierlich verbessert.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 23 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

"Mit dem Jahr 2001 sind die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen des WB Holding Konzerns im Großen und Ganzen abgeschlossen. Nun gilt es bei moderatem Umsatzwachstum eine weitere Ertragssteigerung sicherzustellen, um mittelfristig den Börsengang realisieren zu können", erklärte Mörtl. Vermutlich werde man mit der Dachholding Waagner-Biro Binder Beteiligungs-AG an die Börse gehen, die aus der ehemaligen börsennotierten Auricon Beteiligungs AG von Herbert Liaunig hervorgegangen ist. Wien käme als Börseplatz in Frage - Ort und Zeit des Going Public würden allerdings von der konjunkturellen Entwicklung abhängen.

Waagner-Biro "Neu"

Die WB Holding AG ist 1999 aus Geschäftsbereichen der schwer defizitären Waagner-Biro-Binder-Gruppe entstanden. Die fünf Geschäftsbereiche der WB Holding werden nun als eigene Aktiengesellschaften geführt: Die WB Brückenbau AG, die WB Bühnentechnik AG, die WB Stahl-Glas-Technik AG, die Binder+Co AG sowie die WB Montage AG. Die Waagner-Biro Binder AbwicklungsgesmbH hat die "Altlasten" und nicht mehr weitergeführte Bereiche übernommen und soll bis 2004 "abgewickelt" werden. Auf den ehemaligen Waagner-Biro-Grundstücken in Stadlau ist die WB Holding AG nur mehr Mieter, nachdem diese im Vorjahr um 36,7 Mill. Euro an die Magistratsabteilung 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung, Fuhrpark) verkauft wurden. Fertigung gibt es auf dem Gelände der traditionellen Stahl- und Maschinenbaufabrik keine mehr.

Geschäftsjahr 2001

Die WB Holding ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Bühnentechnik. So wurde z.B. die Bühne in der Wiener Staatsoper von Waagner-Biro modernisiert. WB hat sich im vergangenen Jahr auf margenstarke Geschäftsbereiche konzentriert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich (vor Firmenwertabschreibung) um 43% auf 8 Mill. Euro. Bei Binder+Co ist mit einem EGT von 2,1 Mill Euro nach minus 2,8 Mill. Euro im Vorjahr der Turnaround gelungen. Der konsolidierte Umsatz des WB Holding Konzerns stieg leicht um 1,5% auf 200 Mill. Euro. Der Brückenbau und Binder+Co erwirtschafteten jeweils 36% des Umsatzes, auf die Bühnentechnik entfielen 18%, die Stahl-Glas-Technik und die Montage erzielten 4% bzw. 6%. Im konsolidierten Umsatz der WB Holding sind erstmals die Beteiligungen Hunslet Barcley Ltd. (WB Brückenbau), Waagner-Biro Ltd. (WB Stahl-Glas-Technik) und Waagner-Biro Gulf L.L.C (WB Montage) konsolidiert. Damit ist der Personalstand der WB Holding um 219 Mitarbeiter auf 1.356 gestiegen. Davon waren rund 750 Mitarbeiter in Österreich beschäftigt. Der Auftragseingang lag 2001 mit 203,6 Mill. Euro um 16% über dem Vorjahreswert. Ende 2001 betrug der Auftragsbestand 203,8 Mill. Euro und liegt damit 5% über dem Vorjahresultimo. Für 2002 erwartet WB einen höheren Umsatz und eine über dem Branchendurchschnitt von 2-3% liegende Umsatzrendite (ROS) von 5%.