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Post hält Ausschau nach Zustellern und Sortier-Personal. | Bis zu 500 Kräfte als Aushilfe für den Sommer gesucht. | Wien. Die heimische Post, die bisher eher durch das Streichen von Jobs und Filialen von sich reden gemacht hat, will neue Mitarbeiter einstellen. "Wir könnten sofort 30 Briefzusteller aufnehmen", betont Peter Umundum, Post-Bereichsleiter für Produktion und Logistik im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Zusätzlich suche das Unternehmen für die Sommermonate 300 bis 500 Aushilfskräfte. Umundum zieht die Neuen über Inserate, das Arbeitsmarktservice und die Zusammenarbeit mit Medien an Land. Erst im Frühjahr hätten sich rund 150 Interessenten gemeldet - über ein Kooperationsprojekt mit einer Zeitung.
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Allerdings sind laut Post die gemütlichen Zeiten vorbei. "Ein Briefträger verdient besser als vor fünf Jahren, muss aber auch deutlich mehr arbeiten", sagt Post-Vorstand Walter Hitzinger. Die Post mache mehr Umsatz und mehr Menge mit 6000 Mitarbeitern weniger als damals. Er kann sich vorstellen, dass vor allem Mütter, die gerne am Vormittag arbeiten, als Sortier-Personal in Frage kämen. Generell nehme die Post mehr Teilzeitkräfte auf als früher, so Hitzinger.
Der Post-Vorstand ortet einen gestiegenen Bedarf an Logistikfachleuten. Hitzinger zur Gesamtbranche: Sowohl Akademiker als auch Lehrlinge würden in dem wachsenden Sektor benötigt. EU-weit betrage der Brutto-Umsatz in der Logistik rund 585 Mrd. Euro. Die Logistik sei damit eine der größten Branchen überhaupt. Rund die Hälfte der Logistik-Umsätze verstecke sich jedoch in anderen Branchen.
Interner Job-Pool
Trotz des Mitarbeitermangels gibt es allerdings Postbedienstete, deren Arbeitsplätze ganz wegzufallen drohen. 500 Mitarbeiter sind laut Hitzinger im sogenannten Karriere- und Entwicklungscenter. Der interne Job-Pool dient als Übergangslösung, bis die Post einen geeigneten anderen Arbeitsplatz für den Mitarbeiter gefunden hat. Das Problem dabei: "Die Mitarbeiter sind nicht verpflichtet, niedrigere oder andere Aufgaben zu übernehmen als die ursprünglichen", erklärt der Vorstand. Drei Viertel der Beschäftigten seien Beamte oder in einem Beamten-ähnlichen Zustand. Nur 25 Prozent hätten Verträge wie in der Privatwirtschaft.
Trotzdem glaubt Hitzinger an das Unternehmen: Auch mit einer schlechten Kostenstruktur werde man wettbewerbsfähig sein.
Der Marktanteil der Post beträgt rund 86 Prozent. Die Post hat 25.000 Mitarbeiter und stellt 1,15 Milliarden Briefe pro Jahr zu.
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