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Premier im Visier der Polizei

Von WZ-Korrespondentin Alexandra Klausmann

Europaarchiv

Polizei ermittelt in Prag wegen Betrugs. | Prag. Tschechiens Ministerpräsident Mirek Topolánek wird jetzt von der Polizei überprüft. Diese durchleuchtet seit einigen Tagen frühere unternehmerische Machenschaften des frisch gebackenen Regierungschefs. Topolanek wird des Betrugs verdächtigt.


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Im Jahre 2003, kurz vor seiner Wahl zum Vorsitzenden der Bürgerpartei, verkaufte Topolánek seinen Anteil an der Maschinenbaufirma VAE, die er selbst in den 90er-Jahren aufgebaut hatte. Seine Aktien, die er für 2,5 Millionen Kronen veräußerte, sollen, so der Verdacht, wertlos gewesen sein. Denn zuvor hatte die Firma mit den Aktien für einen Kredit garantiert, den sie nicht zurückzahlen konnte. Gegen den Betrugsvorwurf wirft Topolanek ein, die Aktien seien zur Zeit ihres Verkaufs nicht mehr lombardiert gewesen, da die Schulden weiterverkauft worden waren.

Den Gewinn aus dem Verkauf seines Anteils investierte Topolánek in den Kauf einer Luxuswohnung. Rein zufällig sind Ähnlichkeiten mit dem Fall Stanislav Gross. Der Sozialdemokrat musste 2005 von seinem Posten als Premier zurücktreten. Grund: Ungereimtheiten bei der Finanzierung seiner Wohnung.