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Als weltweit führender Unterbekleidungshersteller ist Triumph International ein Global Player. Trotz stetiger Expansion Richtung Osten gilt der österreichische Standort mit insgesamt knapp 2.000 Mitarbeitern als gesichert und wurde kürzlich sogar aufgewertet. Mit gezieltem Filialausbau, "Shop-inShop"-Konzepten und innovativen, neuen Produkten soll der Marktanteil im Land von 14% auf 20% erhöht werden.
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Mit der Veröffentlichung von Zahlen hält sich das im Familienbesitz befindliche Unternehmen mehr als zurück. Man schreibe schwarze Zahlen, habe im Jahr 2003 den Konzernumsatz geringfügig erhöht und expandiere weiter, heißt es wenig konkret. Im Jahr 2002 waren mit über 37.000 Mitarbeitern weltweit Umsatzerlöse von knapp 2,4 Mrd. Schweizer Franken (Anm. Konzernzentrale: Schweiz) erreicht worden.
In Österreich ist der nach Eigenangaben weltweit führende Unterbekleidungshersteller schon seit dem Jahr 1959 aktiv und durch mehrere Produktionsstätten fest im Land verankert. Im Jahr 2002 wurden in Österreich fast 2.000 Personen beschäftigt, der erzielte Umsatz von 275 Mill. Euro zu 93% exportiert.
Aktuell bläst dem traditionsreichen Hersteller der Wind heftig ins Gesicht. Der Wettbewerb in der Unterbekleidung hat den vergangenen Jahren deutlich an Schärfe gewonnen. Textilhandelsketten (H&M, C&A) und Anbieter im Tiefpreis-Segment (Hofer, Eduscho-Tchibo beschaffen aus Osteuropa und dem asiatischen Raum) etablieren sich mehr und mehr am Markt, die marktführende Palmers-Gruppe kauft nur mehr zu während Herstellermarken Einbrüche durch das Einzelhändlersterben verzeichnen müssen. Dazu kommen Konjunkturschwäche, Kaufunlust und ein im internationalen Vergleich relativ niedriger Prokopf-Verbrauch bei Unterbekleidung (BHs pro Kopf und Jahr: Österreich 1,7, EU-Schnitt 2,0). Immerhin, der Bereich BHs, Lingerie und Dessous ist im leichten Wachsen begriffen und nur der Slip-Markt stagniert.
Um die Umsatzverluste hat der Konzern nun eine Strategie auf mehreren Ebenen in Angriff genommen.
"Vertriebsseitig setzen wir einerseits auf einen gezielten Ausbau unseres Filialnetzes, andererseits auf die Etablierung von "Shop-in-shops" bzw. "Corners", erklärt Hermann Enenkel, zuständig für Management Marketing & Vertrieb Triumph International, gegenüber der "Wiener Zeitung" das aktuelle Vorgehen. Der Filialenaufbau erfolge schrittweise und nach Prioritäten. Jeder Store müsse sich rechnen, so Enenkel.
Aktuell betreibt Triumph International mit Partnern 66 "Shop-in-shops" bzw. "Corner" im Land, dazu kommen 15 Triumph-Eigenstores in guten Lagen. Fokussiert werde dabei auf Gebiete, in denen es keine Händlerpotentiale gebe, vorwiegend auf Einkaufszentren wie etwa dem Graben oder den Ringstraßengalerien in Wien.
Mit einem Marktanteil von 14% ist Triumph International zur Zeit bei Unterbekleidung hinter Palmers die Nummer 2 in Österreich. Um den Marktanteil wie angepeilt auf 20% zu steigern will sich Triumph noch mehr als bisher als der Fashion-, Cup- und Größenspezialist profilieren und auf eigenes Design und Produktion im Land verweisen.
Der österreichische Standort mit seinen insgesamt knapp 2.000 Mitarbeitern gilt trotz stetiger Expansion des Konzerns Richtung Osten als gesichert und wurde kürzlich sogar durch den Bau eines Konzernlagers aufgewertet. "Natürlich ist es Herausforderung, die Produktion in Österreich zu halten, denn die Lohnkosten im Land sind enorm. Trotzdem muss man wissen, dass ein BH aus 20 bis 40 Einzelteilen besteht und fachkundig zusammengenäht werden muss", erklärt Enenkel. Fachliche Ausbildung, Qualität und Flexibilität sprechen dabei für Österreich.
Generell konzentrieren sich die Produktionsstätten des Konzerns mehr und mehr auf Ost- und Südeuropa und den asiatischen Raum. In Mitteleuropa dominiert Österreich mit vier "Nähfilialen", in denen höherwertige Produkte erzeugt werden (unter ihnen der Hightech-Betrieb im oststeirischen Hartberg).
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