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Profis fürs Impfen

Von Christoph Rella

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76 Prozent der Fußballer in der heimischen Bundesliga sind also vollimmunisiert. (Gemeinsam mit weiteren 11 Prozent Genesenen ergibt das sogar eine Schutzquote von 87 Prozent.) 76 Prozent ist ein sehr hoher Wert, gemessen an der österreichischen Bevölkerung (62,5 Prozent) sogar sensationell hoch. Und da sage noch einer, die Kicker hätten nur Leder im Kopf. Sie haben eben - wenn auch der eine oder andere wohl nur unter etwas Druck - verstanden, dass es zur Impfung keine Alternative gibt. Die Entscheidung zwischen voller Spritze oder leeren Stadien war offenbar nicht allzu schwer.

Für Österreichs Corona-Politik sind das gute Nachrichten - und dass nicht nur der individuellen Schutz-, sondern vor allem auch der potenziellen Vorbildwirkung wegen. Was spricht eigentlich dagegen, beliebte Spieler vor den Vorhang zu bitten und in TV und (sozialen) Medien fürs Impfen werben zu lassen? Die Impfrate speziell bei der Jüngeren würde wohl ordentlich steigen. Die Frage ist halt, ob das die Kicker wollen. Wenn’s ist, kann man ihnen auch was zahlen dafür. Kommt immer noch billiger als vieles andere.