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Pröll erteilt für Partnersuche Ratschläge an ÖVP und SPÖ

Von Veronika Gasser

Politik

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Erwin Pröll fühlt sich durch das niederösterreichische Nationalratswahl-Ergebnis gestärkt. Sein Bundesland konnte um 15 Prozentpunkte zulegen. Er stellt deshalb Forderungen an die neue Regierung: "Der Landeshauptmann von Niederösterreich will einen Koalitionspartner, von dem er weiß, wie er mit ihm dran ist." Seiner Partei erteilt er Ratschläge für die Partnersuche: "Ich hoffe, dass niemand den Bogen überspannt. Das gilt auch für die ÖVP." Denn wer zu hoch pokere, der verspiele oft viel. Noch einen guten Rat hat er für das Verhandlungsteam um Kanzler Schüssel parat: Die ÖVP dürfe ihren künftigen Partner nicht demütigen. Er erinnert dabei mahnend an die letzten Tage der alten Koalition, wo sich SPÖ und ÖVP wie in einer schlechten Ehe gegenseitig "abflaschten". Das Wahlergebnis sei ein Geschenk des Wählers, das man vielleicht wieder zurückgeben muss. Andererseits dürfe die SPÖ die Volkspartei nicht zu einem Kniefall zwingen, damit sie in eine Regierungsbeteiligung eintrete. "Überzogene Positionen sind nie gut." Die FPÖ sieht er nicht als geeigneten Partner: "Da gibt's lauter Fragezeichen."