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Manchmal sind Provisorien die beste Lösung. Das könnte man auch von Goran Djuricin, der seit genau einem Jahr als Chefcoach bei Rapid werkt, behaupten. Dass er das Traineramt im April 2017 bekam, war nämlich fast Zufall. Denn wäre Damir Canadi nicht kläglich gescheitert und wäre Djuricin nicht in dessen Team gesessen, die Geschäftsführung hätte sich angesichts der nicht unbedingt berauschenden Bio des 43-jährigen Wieners wohl einen anderen gesucht. Aber es musste schnell gehen, und so kam der Co-Trainer, der während seiner aktiven Zeit nur für drei Jahre in der Bundesliga - für die Austria, nicht für Rapid - gekickt hatte, gerade recht. (Dass übrigens die Rapid-Fans jetzt auf Hans Krankl losgehen, weil er gelegentlich ein violettes Hemd trägt oder die Grün-Weißen kritisiert, mutet vor diesem Hintergrund kurios an.)
Heute, ein Jahr später, muss man sagen, dass sich Djuricin für jemanden, der zuvor im Oberhaus noch nie Trainerverantwortung übernommen hat, gut geschlagen hat. War der fünfte Platz in der Vorsaison noch ein Erbe Canadis, liegt Rapid in der Tabelle aktuell wieder dort, wo es hingehört. Den Europacup-Startplatz bereits sicher, den Vizemeister-Titel in Reichweite - was will man mehr? Sicher wäre der Einzug ins ÖFB- Cup-Finale ideal gewesen, das lag aber nicht am mangelnden Willen oder an der Leistung, sondern war auch Pech. Das kann jedem einmal passieren und nicht als Grund dafür herhalten, Djuricin in Sachen Vertragsverlängerung noch zappeln zu lassen. Das sehen nicht nur seine Spieler so.

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