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Psenner folgt Woratsch

Von Matthias G. Bernold

Wirtschaft

Pensionierungen machen mit Jahreswende die Neubesetzung von Justiz-Spitzenpositionen notwendig: Justizministerin Karin Miklautsch beruft Ulrike Psenner zur Präsidentin des Wiener Straflandesgerichts und Birgit Langer zur Vizepräsidentin des Obersten Gerichtshofes (OGH).


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Mit Psenner übernimmt die Wunschkandidatin der Richter die Leitung des Landesgerichtes für Strafsachen Wien. Schon bisher war Psenner dort Vizepräsidentin - sie wird ab 1. Jänner Günter Woratsch ablösen, der in den Ruhestand tritt. Psenner konnte sich gegen Ernst Maurer, Senatspräsident am Wiener Oberlandesgericht (OLG), durchsetzen, der als Favorit für die Woratsch-Nachfolge gegolten hatte.

Birgit Langer, bisher OGH-Senatspräsidentin, folgt OGH-Vizepräsident Horst Schlosser, der Ende des Jahres in Pension geht. Schlosser ist seit 22 Jahren beim OGH. Zum Vizepräsidenten wurde er vor fünf Jahren ernannt.

In einer ersten Stellungnahme verlangte Psenner eine Personalaufstockung, "weil sonst die Qualität der Justiz nicht aufrecht erhalten werden kann". Mehr als zufrieden zeigte sich im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" Woratsch, der das Amt des Präsidenten 15 Jahre lang ausübte. Mit Psenner sei die "einzig denkbare" Kandidatin zur Präsidentin bestellt worden: "Das Gericht liegt bei ihr in den besten Händen."

Als Präsident des OLG Linz löst Alois Jung Helmut Hubner ab. Am OLG Innsbruck übernimmt Walter Pilgermair die Präsidentschaft von Hansjörg Rück. Miklautsch hat Bundespräsident Heinz Fischer, der die definitive Ernennung ausspricht, über ihre Personal-Vorschläge informiert.