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Der deutsche Dokumentarfilm "Glücksritter Rajter", der am Montagabend in arte zu sehen war, berichtete 90 Minuten lang von dem tschechischen Bauern Jan Rajter und seiner Familie.
Mit großer Energie und kämpferischer Zähigkeit hat Rajter die Zeiten der kommunistischen Landwirtschaftskollektive als Privatbauer überlebt. Auf schlechtesten Böden, in unmittelbarer Nähe einer Chemiefabrik, hat er sich und die Seinen mit Viehzucht durchgebracht.
Nach dem Ende des Kommunismus sah Rajter endlich die Zeit gekommen, "da jeder nach eigenem Geschmack wirtschaften kann". Zusammen mit seinem erwachsenen Sohn und dessen Familie kaufte das alte Ehepaar Rajter einen großen, schönen Bauernhof, der vorher kollektiv bewirtschaftet worden war. Rajters Lebenstraum vom eigenen Grund schien in Erfüllung gegangen zu sein - bis ein US-amerikanischer Aluminiumhersteller auftauchte, der neben dem Rajter'schen Hof eine große Fabrik errichten möchte. Rajter, der sein Leben lang gegen die Kommunisten gekämpft hat, nimmt also nun den Kampf gegen die Kapitalisten auf.
Das filmische Porträt dieser Familie war beeindruckend, hatte aber eine gravierende Schwäche: eine extrem kitschige Musik. Immer, wenn die Rajters bei der Arbeit gezeigt wurden, setzte eine seifenopernartige Musikbegleitung ein - als ob es nötig wäre, die Geräusche der Arbeit mit belanglosen Melodien zu übertönen.
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