Zum Hauptinhalt springen

Rapid, Halloween und fehlende Tore

Von Christoph Rella

Kommentare

Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 8 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Rapid scheint in der Bundesliga vom Pech verfolgt. Zeitgenossen mit hoher Affinität zu Halloween-Schauergeschichten mögen da vielleicht sogar von einem Fluch sprechen. Immerhin hat der Rekordmeister in diesem Monat alle Spiele geradeaus verloren, und das stets mit demselben Resultat, nämlich 1:2. Für das kommende ÖFB-Cup-Spiel gegen Austria Salzburg am Mittwoch in Wien muss das aber nichts bedeuten, konnte sich doch der Klub außerhalb der Liga bisher ganz gut behaupten. Die jüngsten Siege im Cup - mit Ausnahme des etwas peinlichen Elferkrimis gegen Amstetten freilich - sowie in der laufenden Europa-League-Gruppenphase sprechen da eine klare Sprache.

Woran’s liegt? Sicher nicht an einem Fluch, sondern wohl eher an der Tatsache, dass Rapid zwar mit Steffen Hofmann, Florian Kainz, Louis Schaub und Stefan Schwab über vier hervorragende Torlieferanten verfügt, diese aber ihr Können im Unterschied zur internationalen Bühne zuletzt in der Bundesliga nicht wirklich zeigen konnten. In der aktuellen Torschützenliste liegt Schwab mit nur drei Treffern als bester Rapidler im Mittelfeld, Hofmann und Schaub trafen in der laufenden Saison sogar nur zwei Mal. Dem gegenüber sind die Spitzenplätze in der Liste ausschließlich von Red-Bull-Salzburg- und Austria-Torschützen belegt. Eine Realität, die nicht zuletzt auch durch die aktuelle Bundesliga-Tabelle, wo Rapid mit fünf Punkten Abstand auf dem dritten Rang stecken geblieben ist, bestätigt wird. Um auf Touren zu kommen, täten die Grün-Weißen gut daran, die Tormaschine auch in der Liga wieder in Gang zu bringen. Denn eines ist klar: ohne Goalgetter kein Titel. Ein Sieg im Cup gegen Austria Salzburg wäre gut und schön, noch wichtiger wäre aber ein Erfolg gegen Sturm Graz am Samstag. Und weil Halloween ist: am besten 2:1.