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Rätselraten: Lötsch-Nachfolge

Von Petra Tempfer

Wissen

Bewerbung Simas ist "Zeitungsente". | Wien. Ein großes Fragezeichen thront über der Nachbesetzung des Direktorenpostens des Naturhistorischen Museums in Wien (NMW): Sicher ist nur, dass der Direktor ab 1. Jänner 2010 nicht mehr Bernd Lötsch, seit 15 Jahren Leiter des Museums, heißen wird. Und, dass es 37 Bewerber (darunter elf Frauen) gibt. Informationen der Tageszeitung "Die Presse", die unter anderem Umweltstadträtin Ulrike Sima (SPÖ) als von Lötsch favorisierte Nachfolgerin nannte, erwiesen sich hingegen als unrichtig.


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"Das habe ich nie gesagt, das ist eine große Überraschung für mich", echauffiert sich der Noch-Direktor gegenüber der "Wiener Zeitung". Die Namen der Nachfolger halte das Unterrichtsministerium auch ihm gegenüber geheim. Gegen die Molekularbiologin Sima hätte er nichts einzuwenden, "denn die ist ja wenigstens vom Fach".

Bestellung fristgerecht

Dass sie tatsächlich das Museum leiten wird, ist jedoch unwahrscheinlich: Das Stadtratbüro Sima dementiert die Bewerbung. "Das ist eine klassische Zeitungsente", stellt Sprecher Johannes Angerer richtig, "die Stadträtin hat sich definitiv nicht beworben." Sie strebe an, in der Politik zu bleiben.

Die zwei weiteren genannten Kandidatinnen Johanna Eder (Leiterin des Stuttgarter Museums) und Vera Hammer (Leiterin der Mineralien- und Edelsteinsammlung des NMW) wollen sich zu ihrer Bewerbung nicht äußern. Das Unterrichtsministerium habe ihnen größte Geheimhaltung auferlegt - während es sich selbst in Schweigen hüllt. Nur soviel: Die Bestellung des neuen Direktors werde "fristgerecht" erfolgen, einen Termin gebe es noch nicht.