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Ratzinger wird Papst

Von Rainer Mayerhofer

Politik

Erster deutscher Papst seit 1523. | Rom. Am 2. April war Johannes Paul II. nach mehr als 26 Jahren Amtszeit gestorben. Millionen Gläubige kamen bis zum Begräbnis am 8. April nach Rom, um vom Papst mit der drittlängsten Amtszeit Abschied zu nehmen.


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Die Trauermesse wurde vom Dekan des Kardinalskollegiums, dem Präfekten der römischen Glaubenskongregation, Joseph Ratzinger zelebriert, der gemeinsam mit dem Alterzbischof von Mailand, Carlo Maria Martini auch als Favorit für die Nachfolge galt.

Nach dem vierten Wahlgang am 19. April, dem zweiten Tag des Konklaves, stand fest: Der aus Bayern stammende 78-jährige Joseph Ratzinger ist der 265. Papst der Kirchengeschichte. Damit ist erstmals seit Papst Hadrian VI., der von 1522 bis 1523 Nachfolger Petri war, wieder ein Deutscher Kirchenoberhaupt.

In seiner ersten Rede nach der Wahl von der Loggia des Petersdoms sagte der neue Papst, der den Namen Benedikt XVI. annahm, dass die 115 im Konklave versammelten Kardinäle einen einfachen Arbeiter im Weinberg des Herrn zum Diener der Kirche gewählt hätten.

Wegen seines Alters gilt Benedikt XVI. als Übergangspapst. Seine erste Auslandsreise führte ihn im August zum Weltjugendtreffen nach Köln, zu dem sein Vorgänger hatte kommen wollen.