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Record, play & repeat . . .

Von Reinhold Aumaier

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Oft ist es nur eine Frage des Schaltens - im Doppelsinn. Da steht auf dem Programm des alljährlich von 3sat übertragenen Waldbühne-Konzertes aus Berlin ein reiner Gershwin-Mix. Interpreten sind die Berliner Philharmoniker und das Marcus Roberts Trio. Jazz & Klassik also. Das kennen wir doch, und waren von derlei selten erbaut. Neugierig schaut man vorbei, und höre da: Der klassische Orchesterapparat harmoniert mit dem mittlerweile ebenso klassischen Klaviertrio des Jazz auf eine nicht in den kühnsten Verschmelzungsträumen erhoffte Weise. Da die Top-Musiker an den Notenpulten, ihnen vorgelagert die frei und improvisatorisch aufspielenden Meister des Jazz. Allen voran der von Seiji Ozawa zurecht in den Himmel gehobene Marcus Roberts. Er spielt mit allem, was der inzwischen ja ebenfalls zur Klassik mutierte Jazz im 20. Jahrhundert anhand seiner großen Vorläufer aufbereitet hat. Sein (tatsächlich) blinder Zugriff überwältigt. Das Waldbühne-Publikum rast(et fast aus.) Gershwin ist dort gelandet, wo der für ihn allein reservierte Thron steht: zwischen allen Stühlen . . . und Stilen. Dank der Erfindung des Videos können wir diese Sternstunde jederzeit abrufen. Haben wir Lust aufs reine Nachhören, so ist seit Donnerstag auch diese Möglichkeit auf Knopfdruck in unserer Hand. Ö1 brachte im "Konzert am Vormittag" einen Mitschnitt dieser Kostbarkeit vom 29. Juni 2003. Ein kaum geringerer Akustik-Schatz ging uns dank FM4 am vorletzten Samstag ins Audionetz. Dort brachte man vom Jazzfestival Wiesen einen Mitschnitt des überwältigenden Auftrittes von Moloko - der Band um die grandiose Sängerin Roisin Murphy. Fazit: Wir haben rechtzeitig geschaltet und uns auf Knopfdruck zu glücklichen Wiederholungstätern gemacht.