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Richard Lugner im Lindsey-Pech

Von Christoph Irrgeher

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"Wiener Zeitung"-Klassikexperte Christoph Irrgeher.

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An ranghohe Absagen ist man hierzulande schon gewohnt. Es ist nicht lange her, da brachte Eike Schmidt das nationale Selbstwertgefühl ins Wanken. Seit Jahren war der Deutsche für den Chefsessel des Kunsthistorischen Museums gebucht, entschied sich fünf vor zwölf aber - sorry, das ist jetzt so! - für den Verbleib in den Uffizien. Nun streut Lindsey Vonn Salz in die Wunde. Auch die Skisportkanone leidet offenbar an einer Handschlagschwäche, ist nicht nur Meisterin der Abfahrt, sondern auch der Abfuhr. Am Mittwoch hat Richard Lugner die US-Amerikanerin als seinen Opernballgast angekündigt; am Freitag twitterte Vonn überraschend: "Hey Leute, wollte euch nur wissen lassen, dass ich nicht die Wiener Oper besuche" - ohne den Ball selbst zu erwähnen oder Hinderungsgründe zu nennen.

Zeilen, die Fans in ein Tränenmeer stürzen - aber auch zum Grübeln anregen. Liegt ein Missverständnis vor? Hat die Blitzlicht-Freudige das Wort "Ball" in der Einladung überlesen, graute ihr vor einem langen Sangesabend? Denkmöglich aber auch, dass es zu einer Fehlleistung kam. Dass sich das Team des Baumeisters verwählt hat und bei einer prominenten Namensvetterin anrief, nämlich Lindsay Lohan. Was fatal wäre. Denn Lugner hatte Lohan schon 2010 gebucht und damit auf Sand gebaut: Die Skandalumwitterte verpasste ihren Wienflug wegen einer Shoppingtour. Wen der Adabei nun zum Ball bringt? Von Lindseys/-says scheint abzuraten. Sollte Lugner dennoch Risiko und Überraschung suchen, lautet der Tipp von dieser Seite: Eike Schmidt.