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Riga: Ehrungen für die Waffen-SS

Von WZ Online

Europaarchiv

An einer Ehrung für gefallene Mitglieder der Waffen-SS nahmen am Freitag in der lettischen Hauptstadt Riga rund 200 Menschen teil. Gleichzeitig kam es zu heftigen Protestkundgebungen.


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Zum sogenannten Tag der Legion fanden in Riga insgesamt fünf Veranstaltungen der Anhänger der ehemaligen Legionäre der lettischen Waffen-SS statt.

Beim zu Mittag abgehaltenen Marsch blieb es ruhig. Eine Gegendemonstration von Antifaschisten protestierte friedlich gegen die Verklärung der faschistischen Organisation.

Der lettische Innenminister Ivars Godmanis zeigte sich am frühen Abend mit dem Ablauf zufrieden. Den Polizeieinheiten war es gelungen, Auseiandersetzungen zu vermeiden.

Bereits davor hatten in Riga und anderen Städten des Landes Veteranenverbände und Nationalisten anlässlich des "Tags der Legion" Kundgebungen abgehalten. Im vergangenen Jahr war der Marsch der Legionäre verboten worden.

Kriegsverbrechen

Die "Lettische Legion" ist in zahlreichen Operationen in Lettland, Russland und Weißrussland terroristisch gegen die Bevölkerung vorgegangen. Unter anderem führte sie Massenerschießungen im Wald von Bikernieki durch und war für die Bewachung des Konzentrationslagers in Salaspils verantwortlich.