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Steuereinnahmen fallen höher aus als erwartet. | Arbeitsmarkt bleibt problematisch. | Bukarest. Mit positiven Kennzahlen kann Rumänien wenige Monate vor dem EU-Beitritt aufwarten. Dank der im vorigen Jahr eingeführten Flat Tax in Höhe von 16 Prozent sowie der boomenden Wirtschaft - für heuer gehen Prognosen von einem BIP-Wachstum von bis zu 7 Prozent aus - fallen die Steuereinnahmen höher aus als erwartet. "Die Einführung der Flat Tax war eine gute Entscheidung", betonte Finanzminister Sebastian Vladescu am Freitag in Bukarest vor österreichischen Journalisten.
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Regionale Unterschiede
Die Flat Tax habe gemeinsam mit anderen steuerlichen Maßnahmen auch dazu beitragen können, Arbeitsplätze im Land zu schaffen, sagte der Minister. Dennoch bleibt der Arbeitsmarkt ein wichtiges Thema für das EU-Kandidatenland. Insgesamt wird für das heurige jahr eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent prognostiziert. Doch regional gibt es sehr starke Unterschiede, was einige Probleme schaffe, erläuterte Vladescu.
Während in einigen Regionen kaum Personal zu finden ist, herrscht in anderen Teilen des Landes eine Arbeitslosenquote von bis zu 20 Prozent. Hier spart der Minister nicht mit Kritik an der Politik der europäischen Staatengemeinschaft: Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit würden zwar viel von EU-Ministern diskutiert, jedoch werde dann nichts umgesetzt. Die Arbeitskräfte seien nicht mobil genug, und besonders der Fachkräftemangel in manchen Regionen der EU werde sich als problematisch erweisen, ist der Minister überzeugt.
Eine weitere Herausforderung für Rumänien nach dem EU-Beitritt wird die Verwertung der EU-Fördermittel. Der Minister geht davon aus, dass für die Periode 2007 bis 2013 etwa 31 Mrd. Euro aus EU-Strukturfonds zur Verfügung stehen werden. Davon würden rund 12 Mrd. auf den Agrarbereich entfallen. Gemeinsam mit privaten und öffentlichen Mitteln aus Rumänien könnten dann bis maximal 80 Mrd. für Investitionen zur Verfügung stehen, schätzt Vladescu.
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