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RZB freut sich über neuen Rekord

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Der Konzern der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hat im Geschäftsjahr 2003 zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt: Der Jahresüberschuss vor Steuern ist um 41,6% auf 343,6 Mill. Euro gestiegen. Nur das Geschäftssegment "Retail Customers" (Privatkunden) liegt mit minus 19 Mill. Euro Jahresergebnis vor Steuern im roten Bereich, aber auch dieses Segment "nähert sich mit riesigen Schritten der Profitabilität", zeigte sich RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner bei der Bilanzpressekonferenz optimistisch.


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Zu dem guten Ergebnis haben insbesondere die Banken-Töchter in den dynamischen Märkten in Zentral- und Osteuropa (CEE) wesentlich beitragen. Von dort stammen fast 70% des Konzerngewinns.

Wesentlich höher ausgefallen sind allerdings die Wertberichtigungen: Die Kreditvorsorge stieg um 33,8% auf 202,2 Mill. Euro. Vor allem in CEE sei die Risikovorsorge nun höher, da man dort immer mehr Massenkundengeschäft betreibe, was natürlich auch ein höheres Ausfallrisiko mit sich bringe. Ausgewirkt hätten sich auch "zwei große Einzelwertberichtigungsfälle mit gut gerateten, aber unvorhersehbar zusammengebrochenen westeuropäischen Konzernen", so Rothensteiner. Die RZB ist einer der Gläubiger es insolventen italienischen Konzerns Parmalat.

Zur Suche eines Partners für die Ostbankenholding (Raiffeisen International Bank Holding AG) meinte deren Vorstandsvorsitzender Herbert Stepic mit einem Seitenhieb auf die Bank Austria-Creditanstalt: Das Unternehmen sei in der glücklichen Lage, dass es von seinen Aktionären Geld bekomme. Bei der BA-CA sei das nicht der Fall gewesen, daher musste diese schnell wieder an die Börse gehen. Dennoch brauche man eine Basis, um langfristig zu wachsen, was früher oder später auf jeden Fall in einem Börsegang münden würde, so Stepic. Auch beim Einstieg eines Partners werde die RZB jedenfalls die Mehrheit und die operative Führung behalten, betonten die Vorstände.