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RZB: Keine Voest-Aktien

Von Christina Mondolfo

Wirtschaft

Andere Banken mögen bezüglich der Privatisierung der voestalpine Strategien haben, die Raiffeisen Zentralbank (RZB) habe keine, betonte RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner gestern vor Journalisten.


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Man werde zwar Aktien für den Handelsbestand erwerben, sich aber nicht langfristig binden. Die RZB sei keine Kernaktionärsbank, eine Beteiligung von unter 1% bringe aber nichts. Rothensteiner bedauerte jedoch, dass seine Gruppe nicht im Führungskonsortium für die Börseplatzierung der von der ÖIAG gehaltenen voest-Aktien sei.

Auch den Spekulationen um die Übernahme der Anteile der Bayerischen Landesbank an der Bawag/P.S.K.-Gruppe erteilte der RZB-Chef eine klare Absage. Erstens wäre das ein Fall für das Kartellgericht, und zweitens würde es ein Eigentümerproblem geben: Eine derartige Beteiligung würde nämlich bedeuten, dass die RZB mit dem Geld ihrer Eigentümer eine Bank kaufte, um dann genau diesen Eigentümern Konkurrenz zu machen. Dieselbe Diskussion habe man bereits bei der Postsparkasse geführt.

Für die Ostholding der RZB, die RIB, läuft der Countdown: Bis Jahresende soll feststehen, ob ein Partner ins Boot geholt werden kann oder ob die RIB den Gang an die Börse antreten wird. Zu Weihnachten werde es Namen geben - oder aber eben nicht. Aktien der RIB sollen aber frühestens 2006 auf den Markt kommen.

Im 1. Halbjahr 2003 erzielte die RZB dank einer Gewinnverdopplung der Osteuropa-Tochterbanken einen Konzernüberschuss vor Steuern um 40,2% auf 165,9 Mill. Euro. Aufgestockt wurden die Kreditrisikovorsorgen in CEE auf 22,3 (Vorjahr: 17,6) Mill. Euro. Insgesamt beschäftigt die RZB weltweit 20.054 Mitarbeiter, davon 2.500 in Österreich.