Zum Hauptinhalt springen

RZB spürt die flaue Konjunktur

Von Christina Mondolfo

Wirtschaft

Wie viele andere Großbanken blieb auch die Raiffeisen Zentralbank (RZB) im ersten Halbjahr 2002 nicht von der anhaltend flauen Konjunktur, der Aktienmarktschwäche und höheren Kreditrisikovorsorgen verschont.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 21 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Der Periodenüberschuss lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 91,6 Mill. Euro, ein Minus von 16,5%. Die Bilanzsumme betrug 43,9 Mrd. Euro, ein Rückgang um 1,5%. Dennoch sei das 1. Halbjahr 2002 durchaus zufriedenstellend, betonte RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner gestern vor Journalisten.

Bis Ende 2003 will die RZB geklärt haben, wie das ab 2005 notwendige neue Kapital beschafft werden soll. Rothensteiner stellte entweder strategische Partner für die Ostbankenholding (RIB), Kapitalerhöhungen durch die bisherigen Eigner, einen gedämpften Wachstumskurs oder einen Börsegang der RIB zur Auswahl. Einen Börsegang der RZB schloss er aber dezidiert aus. Heuer fallen im Zuge einer früheren Kapitalerhöhung als zweite Tranche nochmals 150 Mill. Euro an.

Weiters Wachstum strebt die RZB im Osten an, Akquisitionsangebote würden laufend geprüft. Derzeit sei aber nichts in Sicht, so Rothensteiner. Interessant seien Albanien, der Kosovo und Mazedonien. In den Ostländern lukriert die RZB bereits mehr als die Hälfte ihres Gewinns und beschäftigt 12.600 Mitarbeiter.