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Sa. bis Mo.: Österreich 1

Von Reinhold Aumaier-

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Zuallererst ein Küsschen in Ehren für Stefanie Maderthaner. Sie krönte ihr konventionelles Samstags-"Pasticcio" mit einem Lied der wunderbaren Annie Lennox. Dann ging es im "Klassik-Treffpunkt" recht unkonventionell weiter. Regisseur Kurt Palm sorgte mit offenen Worten und seiner Musikauswahl für anderthalb kurzweilige Stunden. Man blieb, gleichsam gesprächsweise aufgeladen, auf Sendung. Im "Mittagsjournal" gab's nämlich ein Interview mit dem Wiener Original Toni Polster. Er feiert am Freitag mit (s)einem Länderspiel gegen Iran Abschied von seiner langen Laufbahn als kickender Exportschlager in Rot-Weiß-Rot. Gut gefragt, Hanno Settele! Bei jemandem, der dank seines jahrzehntelangen Dabeiseins einen derart großen "Erzählwert" hat wie Willy Kralik, braucht man nicht allzu viel nachfragen. Die Anekdoten und die G'schichten aus der Steinzeit von TV und Radio kommen von selbst. Anlass für sein Erscheinen im "Doppelzimmer" am Sonntag auf FM 4 war der Fernseh-Tod des "Seniorenclubs". Schade um das musikalische Match. Des junggebliebenen Altmeisters Wahl von Schubert bis Armstrong hatten die FM 4-ler leider nur Mittelprächtiges aus ihrer tönenden Welt entgegenzusetzen.

Der Montag . . . begann mit "Leporello" - den Radio-"Seitenblicken" kurz vor acht. Unter dem allzeit treffenden Untertitel "Menschen, Moden, Lebenskunst" hörten wir gestern zwei Beiträge; der eine berichtete vom Maler, der soeben seinen 60er hat, ihn aber erst nächstes Jahr feiern wird . . . Tatsächlich originell dann der mit seinem Mund(werk) Rhythmus erzeugende Karl Schrumpf. Um halb neun quasi zwei Genie-streiche in einer Sendung: Teil 1 der "Radiokolleg"-Folgen über Pablo Picasso & Charlie Parker. Radioherz, was wolltest du mehr?!