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Ötsch: "Sind auf dem richtigen Weg." | Dividendenfähiger Gewinn erst 2009. | Wien. Ob die AUA bereits heuer unter dem Strich in der Gewinnzone landet, gilt vor allem wegen des anhaltend hohen Kerosin-Preises als mehr als fraglich. Nach wie vor legt sich AUA-Boss Alfred Ötsch auf eine konkrete Vorschau nicht fest - zumindest nicht für das Gesamtjahr 2007 und das Folgejahr. Sein erklärtes Ziel, 2009 einen substanziellen Gewinn abzuliefern, der es erlaubt, nach langem wieder eine Dividende auszuschütten, ist aber nach wie vor aufrecht.
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In den ersten drei Quartalen 2007 haben sich bei der Sanierung der AUA jedenfalls erste Erfolge eingestellt, die auch im Ergebnis sichtbar sind. Bis Ende September konnte der rot-weiß-rote Luftfahrtkonzern einen operativen Gewinn von 33,3 Mio. Euro einstreifen - nach einem Nullergebnis im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Positiv fiel auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus. Nachdem es von einem Verlust von 9,1 Millionen auf 32,2 Mio. Euro ins Plus drehte, erwartet Ötsch nun, dass es auch im Gesamtjahr 2007 "nicht negativ" sein wird.
Geht die Rechnung auf?
Nach Abzug aller Sonderposten flog die AUA in den ersten neun Monaten - auch wegen des traditionell starken dritten Quartals - einen Netto-Gewinn von 20,6 Mio. Euro ein. "Wir sind auf dem richtigen Weg", sieht sich Ötsch in seinem bisherigen Kurs bestätigt. Seine Rechnung scheint aufzugegehen.
Zur Erinnerung: Um die AUA nachhaltig fit zu trimmen, hat Ötsch mehrere unrentable Langstrecken aus dem Flugprogramm gestrichen und den damit einhergehenden Personalüberhang abgebaut. Fast 1000 Mitarbeiter - vor allem Piloten und Flugbegleiter - wurden mit teuren "Golden Handshakes" verabschiedet (aktuell hat die AUA 7980 Mitarbeiter). Seit Juni schreibt die Airline auf der Langstrecke, die bis dahin ihr größtes Sorgenkind war, schwarze Zahlen. Laut Ötsch hat u.a. auch die Qualitätsoffensive an Bord (mit Do&Co-Menüs und Schlafstühlen in der "Business Class") dazu beigetragen, die Margen zu verbessern.
Ein weiterer Eckpfeiler in der Strategie, die AUA auf Kurs zu bringen, war neben dem Abspecken des defizitären Langstrecken-Netzes der verstärkte Ausbau der Osteuropa-Nische im Kurz- und Mittelstrecken-Verkehr. Laufend werden hier nicht nur die Frequenzen erhöht, sondern auch neue Destinationen aufgemacht (die Passagierzahl konnte damit in den ersten drei Quartalen um 8 Prozent auf 6,15 Millionen gesteigert werden).
Umsatzerlöse gesunken
Insgesamt hat die AUA heuer von Jänner bis September 8,35 Millionen Fluggäste befördert. Das waren binnen Jahresfrist 0,7 Prozent weniger. Begründet wird der Rückgang mit den gekappten Langstrecken und dem Wegfall der früheren Flugtochter Slovak Air. Dass etwas weniger Passagiere befördert wurden, hat sich auch in den Umsätzen niedergeschlagen: Sie blieben mit 1,89 Mrd. Euro um 4,1 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.
Der derzeitige AUA-Vorstand - aus Ötsch und Finanzchef Thomas Kleibl - wird noch im Herbst aufgestockt. Die Bewerbungsfrist für den Posten eines Marketing- und eines Technik-Vorstands läuft bis 30. Oktober. Mit der Suche wurde die Personalberater-Firma Spencer Stuart beauftragt.
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