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SAS: Belegschaft zu Sparkurs bereit

Von Sylvie Maier-Kubala

Wirtschaft

Kabinenpersonal verzichtet auf sieben Prozent des Gehalts. | Kopenhagen. Mehr als 80 Prozent des Kabinenpersonals der skandinavischen Fluggesellschaft SAS wären laut Urabstimmung bereit, ab September auf sieben Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Einzige Bedingung: kein ausländisches Personal auf Flugrouten ab Kopenhagen.


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Stolz sei man auf das Abstimmungsergebnis nicht, befand der Sprecher des Kabinenpersonals, Verner Lundtoft Jensen, gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. Er warnte vor einer Endlosspirale an Zugeständnissen. "Aber unsere Mitglieder sind offenbar der Auffassung, dass der Schritt für die Sicherung unserer Jobs notwendig ist."

Die Fluglinie leidet besonders stark unter der Luftfahrtkrise. Als Reaktion auf ein Minus von umgerechnet 93,3 Mio. Euro im ersten Quartal 2009 hatte SAS Gehaltsverhandlungen mit den dänischen, schwedischen und norwegischen Fachverbänden gestartet. Diese Gespräche waren Anfang Juli jedoch ohne Ergebnis beendet worden - Grund war vor allem der Widerstand dänischer Gewerkschafter. Die Konzernführung hatte daraufhin eine Absiedelung von Jobs aus Kopenhagen nach Stockholm gedroht.

Passagierzahlen sinken

Laut aktuellen Zahlen verlor SAS im Juli 16,1 Prozent an Passagieren im Vergleich zum Juli 2008. Im Juni waren es gegenüber dem Vorjahr laut Statistik der Vereinigung Europäischer Fluggesellschaften (AEA) 14 Prozent. Damit lag SAS weit abgeschlagen hinter Lufthansa (minus 5,5), British Airways (minus 5,2) oder Air France (minus 5,1). Im Schnitt belief sich der Rückgang an Passagierzahlen bei allen 33 Fluggesellschaften im Juni auf 6,5 Prozent.