)
"Sauber" und profitabel ist der jüngste Zuwachs der Bank Austria-Creditanstalt-Familie (BA-CA) in Osteuropa: Die ehemals staatliche bulgarische Biochim-Bank erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2001 eine Eigenkapitalrendite (ROE) von über 20% und ist frei von Altlasten der Vergangenheit, die die Privatisierung wesentlich verzögert hatten.
Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 23 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.
Sämtliche faulen Kredite wurden zu 100% wertberichtigt, hieß es am Freitag im Rahmen der Unterzeichnung des Kaufvertrages in Sofia.
Um 82,5 Mill. Euro kauft die BA-CA, die innerhalb des "Bank der Regionen"-Konzeptes der Muttergesellschaft HVB Group die Verantwortung für Mittel- und Osteuropa trägt, die viertgrößte Bank Bulgariens mit einer Bilanzsumme von rund 330 Mill. Euro, 2.200 Mitarbeitern, 155 Niederlassungen und 200.000 Kunden.
Bis Ende des Jahres soll das neuerworbene Institut mit der bereits vorhandenen, bedeutend kleineren BA-CA-Tochter HVB Bulgaria (50 Mitarbeiter, 110 Mill. Euro Bilanzsumme) fusioniert werden, sagte
BA-CA-Vorstandsvorsitzender Gerhard Randa vor österreichischen Journalisten. Wie bei den anderen Ost-Töchtern soll auch in Bulgarien mittelfristig der Personalstand reduziert und somit die Produktivität erhöht werden. Da "Biochim" in Bulgarien eine sehr bekannte Marke ist, wird der Name - die Bank wurde ursprünglich zur Unterstützung der chemischen und petrochemischen Industrie gegründet - beibehalten.
Der Marktanteil soll von derzeit 5,3% auf 10% ausgebaut werden. Da in Bulgarien Basisdienstleistungen wie Girokonto oder Kreditkarte erst von einem geringen Teil der Bevölkerung - Schätzungen gehen von 20 bis 30% aus - genutzt werden, sieht man dort in der BA-CA ein riesiges Potenzial.
Nach der Eröffnung der Tochterbank in Bosnien-Herzegowina im September legt die BA-CA vorerst eine Kauf-Pause ein. Randa: "Wir haben keine weiteren Akquisitionen auf dem Schreibtisch liegen."
)
)
)