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Das Schweizer Nein beim Referendum steht auch für eine Abfuhr der Wohlstandsflüsterer in einer so nicht gewollten globalen Wirtschaft.
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Viel wurde kommentiert zur Schweizer Volksinitiative (Referendum) "gegen Masseneinwanderung". Die angesehene "Neue Zürcher Zeitung" sah die Confoederatio Helvetica in Schockstarre und fragte sich und die Leser, wie es zu dem "Donnerschlag" des Neins zu einer mit Brüssel besiegelten uneingeschränkten Zuwanderung kommen konnte. Wo sich doch "eine ganze Armada gegen die Einwanderungsinitiative gestemmt hatte". Zu dieser gehörten: die Printmedien, die Sender von Hörfunk und Fernsehen, die Organisationen der Wirtschaft und last not least das millionenschwere Sperrfeuer von Banken und Exportbetrieben.
Vielleicht war das alles des Guten zu viel. Der wahlkämpfende Arbeitgeberpräsident Valentin Vogel jedenfalls reibt sich die Augen: "Je weiter man sich von den Ballungszentren wegbewegte und je weniger die Menschen mit den Auswirkungen der Zuwanderung konfrontiert sind, desto größer sind deren Ängste." Also doch Auswirkungen der Zuwanderung?
Vielleicht hätte Präsident Vogel vor der Schlacht um die Wählerstimmen in Ernst Friedrich Schumachers "Die Rückkehr zum menschlichen Maß" nachblättern sollen. Denn nicht ganz nebenbei stellt sich die Frage, inwieweit das Nein überhaupt der Immigration galt und als zweites "Fuck the EU" gemeint war. Denn die Auswirkungen der globalen Wirtschaft sind in jedem Tal fühlbar. Auf Kosten der Lebensqualität.
War beim ersten Halali der Kapitäne des Globalismus, also etwa um den Gipfel von Genua 2001, noch von wachsendem Wohlstand für alle die Rede, offenbart die heutige Realität mehr Gifte in der Umwelt und in unserem Essen, brutale Vergewaltigung der Umwelt mit apokalyptischen Klimafolgen, Nahrungsmittelverschnitt für Energie zu Lasten Hungernder, die neu geschaffenen Jobs in den Entwicklungsländern als Folterwerkzeug blutsaugender Ausbeuter - und mehr Gedränge im Emmental in Folge von Zuwanderung, weil die Drittländler unter Einsatz ihres Lebens ihren Peinigern auf und davon rennen.
Eine Zahl spricht mehr als tausend Worte: Um 800.000 Zuwanderer ist die Bevölkerung der Schweiz in den vergangenen zehn Jahren angeschwollen. Aus dem Land mit fünf Millionen wurde eine europäische Mittelmacht von acht. Das braucht Jahr für Jahr neue Wohnungen für 80.000, die mehr Wasser verbrauchen und ausscheiden und deren Arbeitsplätze die Städte und die Landschaft verändern. Cui bono?
Kein Wunder also, dass die Initiatoren des Referendums mit dem Horrorszenario der "16-Millionen-Schweiz" erfolgreicher argumentierten als die Wohlstandsflüsterer der globalen Wirtschaft. Wobei noch zwei andere Zahlenkolonnen das Wählervolk umtrieben: 600.000 in der Schweiz Ansässige fretten sich unter der Armutsgrenze, jedes zehnte Kind lebt in Armut. Und offen blieb die eigentliche Gretchenfrage der Gegenwart: Wie sicher ist auf Dauer die Vollbeschäftigung für ein Acht-Millionen-Volk in einer Wirtschaft, die vor fünf Jahrzehnten noch ausgelegt war für ein Fünf-Millionen-Volk? Zu schweres Wetter für die von der "Neuen Zürcher Zeitung" zitierte Armada der Globalisten. Sie musste Schiffbruch erleiden.

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